-
Bericht: USA verhandeln mit Caracas über Beteiligung an Venezuelas Ölfeldern
-
Staatssender: Nach Sturzflut in Tibet 555 Touristen aus Katastrophengebiet evakuiert
-
Union und SPD schließen Fraktionsklausur zu Reformen in Münster ab
-
Dobrindt empfängt Ostsee-Innenminister in Flensburg
-
Für Frühaufsteher: Partielle Mondfinsternis auch in Deutschland zu beobachten
-
Misstrauensvotum gegen Regierungschef Voigt auf AfD-Antrag in Thüringer Landtag
-
Zentralratschef Schuster warnt eindringlich vor AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt
-
Peking: Hohes Risiko für neue Überflutungen in Grenzgebiet zwischen Tibet und Nepal
-
US-Finanzminister will G20-Vorsitz für Durchsetzung von Sanktionen gegen Iran nutzen
-
Syrischer Kurdenführer Abdi nach SDF-Auflösung zum Präsidentenberater ernannt
-
Journalisten von US-Militärzeitung klagen gegen ihre Entlassung durch das Pentagon
-
Noch Absprachebedarf: Länder erwägen weiteres Treffen zur Drohnenabwer
-
Kiesewetter fordert Abwehrmaßnahmen gegen möglichen Angriff Russlands
-
Norwegens König Harald V. in "extrem ernstem" Zustand - Familie am Krankenbett
-
Fast 400 Tote nach Sturzflut am Himalaya geborgen - 1400 Menschen vermisst
-
Doppelpack: Weltmeister souverän, Frauen verlieren Generalprobe
-
Hürden-Spektakel: Dos Santos und Russell mit Weltrekorden
-
Frankreichs Präsidentschaftskandidaten streiten über Wirtschaftspolitik
-
Warholm abgelöst: Dos Santos mit Weltrekord über 400 m Hürden
-
Alison dos Santos bricht Weltrekord über 400 Meter Hürden
-
Conference League: Freiburg löst Ticket für die Ligaphase
-
Trump: Russland "wird kein Nato-Gebiet angreifen"
-
Trump benennt Ontariosee in "Amerikasee" um - und will Atlantik umtaufen
-
VfB Stuttgart in der Champions League: Auslosung mit Inter Mailand und Atlético Madrid
-
Streit mit Kanada: Trump benennt Ontariosee in "Amerikasee" um
-
"Schlächter von Bosnien": Bosnisch-serbischer Kriegsverbrecher Ratko Mladic ist tot
-
Vor Wahl in Sachsen-Anhalt: Merz schließt Zusammenarbeit mit AfD kategorisch aus
-
Zahl der Toten nach Sturzflut am Himalaya erhöht sich auf fast 400
-
Champions League: Bayern am Finalort und gegen Arsenal
-
Beim Doppelpack: DBB-Frauen verpatzen Generalprobe für Heim-WM
-
Medikamente bei Hitze: Welche Arzneimittel das Risiko für Dehydrierung und Kreislaufprobleme erhöhen
-
Zwei Todesopfer an Brandenburger Schule: 19-jähriger Tatverdächtiger festgenommen
-
UEFA gibt Boykott-Drohung auf - und fordert Infantino-Rückzug
-
Aktivisten: Mehr als 500 Menschen seit Jahresbeginn im Iran hingerichtet
-
Rechtspopulistin Le Pen will Frankreichs EU-Beitrag herunterfahren
-
Koalitions-Klausur in Münster, Razzia gegen Artgemeinschaft und Tod von Yayoi Kusama
-
Merz: Werden Urheber von Leipziger Drohnenvorfall "in nächsten Tagen" feststellen
-
Bosnisch-serbischer Kriegsverbrecher Ratko Mladic ist tot
-
"Lange Ferien" beendet: Goretzka wechselt zu Aston Villa
-
Sebastian Polter wechselt als Spieler-Trainer nach Wilhelmshaven
-
"Beziehungstat": 19-Jähriger tötet an Brandenburger Schule zwei Menschen
-
Trotz Schrecksekunde: Pogacar mit nächstem Etappensieg
-
UNO fordert nach Meta-Vergleich besseren Kinderschutz in allen Social-Media-Apps
-
Suche beendet: Goretzka wechselt zu Aston Villa
-
Quallenplage in Frankreich führt erneut zu Abschaltung von Atomreaktoren
-
UNO fordert 1,1 Milliarden Dollar für Kampf gegen Ebola in DR Kongo
-
FIFA-Machtkampf: UEFA bereitet Anzeige gegen Infantino vor
-
Medien: Zwei Menschen bei Gewalttat an Brandenburger Schule getötet
-
Anhörung von NSU-Mittäterin Zschäpe: OLG München entscheidet über weitere Haftdauer
-
Koalitionsfraktionen wollen Tabaksteuer stärker erhöhen als geplant
Schulmassaker mit 21 Toten erschüttert USA und entfacht Debatte über Waffenrecht
Das schlimmste Schulmassaker in den USA seit zehn Jahren hat für Entsetzen gesorgt und eine neue Debatte über das laxe Waffenrecht in dem Land losgetreten. An einer Grundschule im Bundesstaat Texas tötete ein 18-Jähriger am Dienstag mindestens 19 Schulkinder und zwei Lehrerinnen. Der Angreifer, dessen Motiv zunächst unklar blieb, wurde nach Behördenangaben von Polizisten erschossen. US-Präsident Joe Biden rief sichtlich erschüttert dazu auf, die Waffengesetze endlich zu verschärfen.
Der Angriff ereignete sich an einer Grundschule der südtexanischen Kleinstadt Uvalde. Der in der Stadt lebende Täter schoss nach Angaben der Behörden zunächst auf seine Großmutter und verletzte diese schwer. Anschließend flüchtete er mit einem Pickup, fuhr diesen bei einem Unfall in einen Graben und stürmte dann mit einem Sturmgewehr bewaffnet in die Grundschule Robb Elementary School.
Dort spielten sich dramatische Szenen ab: Laut einem Behördensprecher erschoss der Angreifer, dessen Name mit Salvador Ramos angegeben wurde, alle seine Opfer in einem Klassenzimmer, in dem er sich verbarrikadiert hatte. "Das zeigt die Bösartigkeit dieses Schützen", sagte Chris Olivarez von der texanischen Behörde für öffentliche Sicherheit dem Nachrichtensender CNN.
Mehrere Menschen wurden verletzt, darunter zwei Polizisten. Der Angreifer wurde schließlich von Einsatzkräften erschossen. Medienberichten zufolge war der 18-Jährige als Jugendlicher wegen einer Sprachstörung gemobbt worden und hatte sich selbst Verletzungen zugefügt. Er hatte nach Angaben eines texanischen Senators wenige Tage nach seinem 18. Geburtstag zwei Sturmgewehre und 375 Schuss Munition gekauft.
Das Blutbad in Uvalde war das Schulmassaker mit den meisten Toten seit dem Angriff auf die Sandy-Hook-Grundschule in Newtown im Bundesstaat Connecticut im Dezember 2012. Damals hatte ein Angreifer 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen.
Als Reaktion auf das Massaker von Uvalde riefen Präsident Biden und Politiker seiner Demokratischen Partei dazu auf, das Waffenrecht zu verschärfen. "Wann, in Gottes Namen, werden wir der Waffenlobby die Stirn bieten?", sagte der Präsident nach seiner Rückkehr von einer Asien-Reise in einer emotionalen Ansprache im Weißen Haus. "Ich bin angewidert und müde." Es sei höchste Zeit, den "Schmerz in Taten zu verwandeln".
Der demokratische Senator Chris Murphy sagte im Senatsplenum, er "flehe" die konservative Opposition an, strengeren Gesetzen zuzustimmen. "Das ist nicht unvermeidbar, diese Kinder hatten nicht einfach nur Pech", sagte Murphy. "Das passiert nur in diesem Land und nirgendwo anders." Die Demokraten wollen nun einen Gesetzentwurf zur Ausweitung von Hintergrundüberprüfungen von Waffenkäufern im Senat voranbringen.
Allerdings stemmen sich die oppositionellen Republikaner seit Langem gegen Verschärfungen des Waffenrechts. Mit ihrer Sperrminorität im Senat kann die Partei von Ex-Präsident Donald Trump jeden Gesetzentwurf zu dem Thema blockieren. Der republikanische Senator Ted Cruz warf den Demokraten vor, das Schulmassaker von Uvalde politisch instrumentalisieren zu wollen, um das Recht "gesetzestreuer Bürger" auf Waffenbesitz einzuschränken.
Gewehre, Pistolen und Revolver sind in den USA weit verbreitet: Laut einer Schätzung gibt es in dem Land mehr als 390 Millionen Schusswaffen im Besitz von Zivilisten und damit mehr als Einwohner. Schusswaffengewalt ist alltäglich: laut der Website Gun Violence Archive wurden allein im vergangenen Jahr knapp 21.000 Menschen durch Schüsse getötet, Suizide nicht eingeschlossen.
Der Angriff in Texas sorgte auch international für Bestürzung und kritische Kommentare zum laxen US-Waffenrecht. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) schrieb auf Englisch auf Twitter: "Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und Hinterbliebenen der Opfer dieses unfassbaren Massakers." Der französische Präsident Emmanuel Macron twitterte, Frankreich teile "den Schock und die Trauer" der USA, aber auch "die Wut jener, die für ein Ende der Gewalt kämpfen".
L.Mesquita--PC