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Drei Festnahmen bei Durchsuchungen wegen Schwarzarbeit in Baugewerbe in Hessen
Bei mehreren Durchsuchungen wegen mutmaßlicher Schwarzarbeit im Baugewerbe haben Ermittler im hessischen Kassel drei Menschen festgenommen. Ihnen wird banden- und gewerbsmäßiger Betrug, Steuerhinterziehung in Millionenhöhe und das Einschleusen von Ausländern vorgeworfen, wie das Hauptzollamt Gießen am Mittwoch mitteilte. Sie sollen verantwortliche Hintermänner gewesen sein.
Ihre überwiegend bosnischen Bauarbeiter sollen zum Schein bei slowenischen Briefkastenfirmen angemeldet gewesen sein. Mit den dort erschlichenen Arbeitspapieren sollen sie auf Baustellen in Deutschland geschickt worden sein, um die tatsächlichen Arbeitgeberverhältnisse zu verschleiern und Sozialabgaben in Deutschland zu umgehen.
Über sogenannte Servicefirmen soll über Jahre hinweg für Bauaufträge in Millionenhöhe Scheinrechnungen bezogen worden sein. Nach Begleichung der Rechnungen sei das Geld in bar abgehoben und an die Beschuldigten zurückgezahlt worden, die damit Schwarzlöhne bezahlt haben sollen. Die Ermittler gehen von einem Gesamtschaden von rund zwölf Millionen Euro aus.
21 Wohn- und Geschäftsräume in Hessen, Bayern, Bremen und Slowenien wurden am Mittwoch durchsucht. Dabei wurden in Unterkünften neun Bauarbeiter angetroffen, die sich mit erschlichenen Arbeitsvisa unrechtmäßig in Deutschland aufhalten sollen.
A.P.Maia--PC