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Wegen Totschlags an seiner schwer dementen Ehefrau ist ein 83-Jähriger in Frankfurt am Main zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Die zuständige Kammer des Landgerichts der hessischen Stadt ging bei ihrem Urteil vom Montag von einem minder schweren Fall des Totschlags , wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte. Der Mann handelte laut Urteil in einer akuten Überforderungssituation und war zur Tatzeit nur vermindert schuldfähig.
Laut Anklage hatte der Mann seine 86-jährige Ehefrau nach jahrelanger kräftezehrender Pflege im September 2022 in der gemeinsamen Wohnung während einer krankheitsbedingten Konfrontation bei einem morgendlichen Toilettengang erwürgt. Medienberichten zufolge schilderte der Mann vor Gericht, der zur Tatzeit selbst Fieber hatte, wie ihn seine bereits völlig wesensveränderte Frau mit verzerrtem Gesicht attackiert habe.
Das Ehepaar war demnach mehr als 40 Jahre lang verheiratet, Zeugen schilderten die Beziehung als harmonisch. Der Mann pflegte seine Frau zudem seit Jahren mit großem Einsatz allein zu Hause. Unter anderem konnte er nachts wegen der Betreuung nicht richtig schlafen.
T.Resende--PC