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Sieben Jahre Haft für Chaosfahrt mit gestohlenem Radlader in Hessen
Das Landgericht im hessischen Marburg hat einen 29-Jährigen wegen einer Chaosfahrt mit einem gestohlenen Radlader zu sieben Jahren Haft verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er unter anderem wegen versuchten Mordes in zwei Fällen, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte.
Die zuständige Kammer sah es demnach als erwiesen an, dass er im Mai aus Frust wegen Überlastung einen Radlader aus dem Betrieb seiner Eltern gestohlen hatte. Diesen lenkte er im Straßenverkehr auf einer Bundesstraße bei Burgwald angriffsmäßig mehrfach auf andere Verkehrsteilnehmer im Gegenverkehr zu.
Laut Urteil handelte es sich dabei nicht um alkoholbedingte Ausfälle. Zwar war der 29-Jährige nur eingeschränkt schuldfähig, seine Steuerungsfähigkeit war aber nicht vollständig aufgehoben. Dass niemand zu Tode kam, sei Glück gewesen. Auch ohne das Gefahrenpotenzial durch die Schaufel des Radladers hätte die Geschwindigkeit für tödliche Verletzungen ausreichen können.
Bei der Fahrt hinterließ der 29-Jährige eine Schneise der Verwüstung. Er stieß gegen mehrere Autos, eine Frau wurde verletzt. Zudem fuhr er einen Baum und Leitplanken um. Die Fahrt endete an einem Teich. Dem Urteil zufolge ist der seelische Schaden der Opfer groß. Diese müssten noch viele Jahre mit den Folgen leben, hieß es.
X.Brito--PC