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Urteil wegen Polizeigewalt gegen Gelbwesten 2018 wird verkündet
Gut sieben Jahre nach heftigen Ausschreitungen bei Demonstrationen der sogenannten Gelbwesten in Paris wird im Prozess gegen neun Polizisten wegen übermäßiger Gewalt am Dienstag das Urteil erwartet. Die Staatsanwaltschaft forderte Bewährungsstrafen zwischen sechs und 20 Monaten. Sie wirft den Polizisten vor, Demonstranten, die wegen Tränengaswolken in einem geschlossenen Schnellimbiss Zuflucht gesucht hatten, mit Schlagstöcken und Fußtritten traktiert zu haben.
Die Vorfälle ereigneten sich an einem Samstag im Dezember 2018, der von besonders schlimmen Ausschreitungen geprägt war. Demonstranten hatten unter anderem den Pariser Triumphbogen beschädigt. Die Einsatzkräfte hatten den Befehl, das Lokal notfalls mit Gewalt zu räumen. Videobilder belegten jedoch, dass die Polizisten auch auf Demonstranten einprügelten, die sich nicht gewalttätig verhalten hatten. Opfer-Anwalt Arié Alimi sprach von einem besonders markanten Fall von Polizeigewalt während der Gelbwesten-Proteste.
J.V.Jacinto--PC