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Mindestens 19 Afghanen vor türkischer Küste ertrunken
Bei einem Bootsunglück vor der türkischen Ägäisküste sind mindestens 19 Migranten aus Afghanistan ums Leben gekommen, darunter ein Baby. Die Küstenwache barg am Mittwoch nach eigenen Angaben 18 Leichen aus dem Wasser, ein weiterer Mensch starb später im Krankenhaus. 20 Insassen des Schlauchboots überlebten das Unglück. Ein weiterer Mensch wurde vermisst.
Den Angaben zufolge hatte eine Patrouille das Schlauchboot am Morgen vor der Küste von Bodrum geortet und zum Halten aufgefordert. Stattdessen sei das Boot "mit hohem Tempo geflüchtet". Daraufhin sei Wasser ins Boot eingedrungen und dieses sei gesunken.
Nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Mugla, Idris Akbiyik, handelte es sich bei den Bootsinsassen um Afghanen. Akbiyik machte schlechtes Wetter und unruhige See für das Unglück verantwortlich.
Der beliebte türkische Badeort Bodrum liegt nur wenige Kilometer von der griechischen Insel Kos entfernt, einem der Hauptziele von Migranten zum Erreichen der Europäischen Union in der Ägäis.
Auf der gefährlichen Überfahrt zu den griechischen Inseln kommt es häufig zu Bootsunglücken. Seit Jahresbeginn kamen nach Angaben der Internationalen Migrationsbehörde (IMO) mindestens 831 Migranten im Mittelmeer ums Leben oder gelten als vermisst.
A.P.Maia--PC