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Leo XIV. zu erstem Papst-Besuch der Geschichte in Algerien eingetroffen
Als erster Papst der Geschichte ist Leo XIV. am Montag zu einem Besuch in Algerien eingetroffen. Seine Maschine landete in der Hauptstadt Algier, wie ein mitreisender Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete. In Algerien sind 99 Prozent der 47 Millionen Einwohner Muslime, der Islam ist Staatsreligion.
Das Oberhaupt der katholischen Kirche will nach Angaben des Vatikan den algerischen Präsidenten Abdelmadschid Tebboune treffen, am Nachmittag stehen Besuche in der Großen Moschee und bei der katholischen Gemeinde auf dem Programm. Zudem ist eine Andacht in einer Kapelle geplant, die 19 während des Bürgerkriegs (1992-2002) ermordeten christlichen Priestern und Nonnen gewidmet ist.
Papst Leo wolle dabei helfen, "Brücken zu bauen zwischen der christlichen und der muslimischen Welt", sagte der Erzbischof von Algier, Jean-Paul Vesco, der Nachrichtenagentur AFP. Laut Vatikansprecher Matteo Bruni ist es das Ziel des Papstes, "sich an die islamische Welt zu wenden, aber auch eine gemeinsame Herausforderung des Zusammenlebens anzugehen".
Der Algerien-Besuch hat für Leo XIV. auch eine starke persönliche Bedeutung. Das heutige Algerien war einst die Heimat des Heiligen Augustinus (354–430), dem christlichen Theologen und Philosophen, dessen geistiges Erbe das Pontifikat Leos prägt und nach dem im 13. Jahrhundert der Augustinerorden benannt wurde. In Augustinus' ehemaliger Heimat Annaba, dem einstigen Hippo, ist am Dienstag eine Messe geplant.
Als ranghoher Vertreter des Augustinerordens war Leo vor seiner Wahl zum Papst zweimal nach Algerien gereist. In seiner ersten Rede vom Balkon des Petersdoms hatte er sich als "einen Sohn des Heiligen Augustinus" bezeichnet.
Die insgesamt elftägige Afrikareise führt Papst Leo weiter nach Kamerun, Angola und Äquatorialguinea. Insgesamt wird er 18.000 Kilometer zurücklegen.
P.L.Madureira--PC