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Vergewaltigungsvorwurf: Harvey Weinstein erneut in den USA vor Gericht
Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein muss sich erneut wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht verantworten. In New York wird seit Dienstag der Fall der Schauspielerin Jessica Mann neu verhandelt. Sie wirft dem ehemaligen Produzenten vor, sie im Jahr 2013 vergewaltigt zu haben. Weinstein beteuert seine Unschuld.
Das neue Verfahren begann mit der Auswahl der zwölf Geschworenen. Der 74-jährige Weinstein wurde im Rollstuhl in den Gerichtssaal gefahren. Sein Sprecher Juda Engelmayer erklärte, sein Mandant erwarte "ein faires Verfahren, bei dem die Fakten ihn entlasten werden".
Der frühere Produzent gibt an, der Sex mit der Schauspielerin Mann sei einvernehmlich gewesen. Ein erster Prozess um den Fall war im Juni vergangenen Jahres ohne Urteil zu Ende gegangen, weil sich die Geschworenen nicht einigen konnten. Im selben Verfahren hatte die Jury Weinstein wegen sexueller Übergriffe auf die Produktionsassistentin Miriam Haley für schuldig befunden, ihn aber vom Vorwurf eines sexuellen Übergriffs auf das Model Kaja Sokola freigesprochen.
Der einstige Hollywood-Mogul verbüßt derzeit eine 16-jährige Gefängnisstrafe in Kalifornien wegen weiterer Sexualstraftaten. Gegen dieses Urteil hat der 74-Jährige Berufung eingelegt. Eine Anhörung vor Gericht ist am 23. April geplant.
Mehr als 80 Frauen hatten dem Produzenten von Hollywood-Kassenschlagern wie "Pulp Fiction" und "Shakespeare in Love" Sexualstraftaten vorgeworfen. Ins Rollen kam der Skandal 2017 durch Enthüllungen über Weinsteins Taten in der "New York Times" und im Magazin "New Yorker", die die Filmbranche erschütterten.
Die Artikel lösten die MeToo-Bewegung aus. Der Name Weinstein wurde weltweit zum Synonym für Männer, die ihre Machtstellung gegenüber Frauen ausnutzen.
L.Carrico--PC