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Wadephul erwartet bei Konferenz in Berlin mehr als eine Milliarde Dollar für den Sudan
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) geht davon aus, dass bei der internationalen Sudan-Konferenz am Mittwoch mehr als eine Milliarde US-Dollar (umgerechnet 850 Millionen Euro) an Hilfen für die notleidende Bevölkerung in dem afrikanischen Land zusammenkommen. "Es treffen jetzt immer noch Zusagen ein", sagte Wadephul am Morgen im Deutschlandfunk. "Wir wollen mehr erreichen als bei der letzten Konferenz in London - das war eine Milliarde Dollar".
Drei Jahre nach Beginn des Bürgerkrieges im Sudan richtet Deutschland am Mittwoch gemeinsam mit anderen Ländern die dritte internationale Sudan-Konferenz aus. Ziel ist es unter anderem, die Friedensverhandlungen wiederzubeleben und Hilfen für die Bevölkerung zu mobilisieren. In dem drittgrößten Land Afrikas liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo seit drei Jahren einen erbitterten Machtkampf.
Dass es in Berlin zu einem Friedensschluss kommt, glaubt Wadephul nach eigenen Worten nicht. "Das ist nicht die Lösung, ad hoc, dass man sagt, wir machen eine Konferenz und dann ist der Konflikt beendet", führte der Minister aus. Dennoch könnten die Verhandlungen einen Beitrag dazu leisten, "dass diese Katastrophe kontinuierlich von der Weltgemeinschaft wahrgenommen wird".
Auf die zuletzt stark zusammengestrichene deutsche Entwicklungshilfe angesprochen sagte Wadephul, er führe derzeit Verhandlungen mit Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Dies sei nicht nur "eine moralisch-ethische Verpflichtung", sondern könne auch Fluchtbewegungen vermeiden.
P.L.Madureira--PC