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Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
Mann soll Vater und Schwester in Irak getötet haben: Prozessauftakt in Bayern
Wegen der Tötung seines Vaters und seiner Schwester im Irak muss sich ein Mann vor dem Landgericht Ansbach verantworten. Der Prozess gegen den 1989 geborenen Mann mit deutscher und irakischer Staatsbürgerschaft begann am Donnerstag, wie ein Gerichtssprecher in der bayerischen Stadt mitteilte. Laut Staatsanwaltschaft hatte der Mann die beiden in der irakischen Kleinstadt Mahad während eines Besuchs des Vaters bei der Schwester getötet.
Die Schwester lebte im Haus des Vaters, auf das der Angeklagte Anspruch erhob. Laut Anklage stieg er in der Nacht vom 19. auf den 20. Juli 2025 durch ein Fenster in das Haus ein, während der Vater und die Schwester schliefen. Dann tötete er beide mit jeweils drei Schüssen aus einer Pistole. Wegen der Geräusche eines Ventilators hatten die Opfer sein Kommen nicht bemerkt.
Als Motiv sieht die Staatsanwaltschaft ein "abstoßendes Gewinnstreben" des Angeklagten nach dem Vermögen des Vaters. Insbesondere das Haus, in dem die Tat begonnen wurde, wollte er demnach "um jeden Preis" haben. Nach seiner Vorstellung sollte ihm dieses nach der Tötung zukommen. Die Anklage sieht die Mordmerkmale der Heimtücke und der Habgier erfüllt.
A.F.Rosado--PC