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Italienische Blauhelmsoldaten ersetzen beschädigte Jesus-Statue im Libanon
Italienische Blauhelmsoldaten haben eine von israelische Soldaten beschädigte Jesus-Statue im Libanon ersetzt. Wie die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni am Donnerstag mitteilte, hatte das italienische Kontingent der UN-Mission Unifil die Idee, "dem libanesischen Dorf Debl ein neues Kruzifix zu spenden". Die Errichtung der neuen Statue sei "eine kraftvolle Botschaft der Hoffnung, des Dialogs und des Friedens".
Die Statue eines gekreuzigten Jesus hatte im vorwiegend von Christen bewohnten Dorf Debl im Südlibanon nahe der Grenze zu Israel gestanden. Ein Foto eines israelischen Soldaten, der mit einem großen Hammer auf den Kopf der Jesus-Statue einschlägt, die offenbar schon zuvor von ihrem Kreuz geholt worden war, sorgte diese Woche international für Empörung.
Nach Angaben der israelischen Armee wurden wegen der Beschädigung der Statue zwei Soldaten zu 30 Tagen Militärhaft verurteilt. Der Soldat, der die Statue beschädigt hatte, und der Soldat, der den Vorfall fotografiert hatte, wurden zudem vom Kampfeinsatz abgezogen. Sechs weitere Soldaten, die dabei gewesen waren, aber nicht eingeschritten waren oder den Vorfall gemeldet hatten, wurden zu "klärenden Gesprächen" einbestellt.
Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Damals feuerte die vom Iran finanzierte Hisbollah-Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge flog Israel massive Luftangriffe auf Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. Mehr als 2400 Menschen im Libanon wurden seither getötet und mehr als eine Million Menschen vertrieben. Am vergangenen Freitag trat eine zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon in Kraft.
S.Caetano--PC