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Nach Amokfahrt in Leipzig: Gedenkandacht mit Ministerpräsident
Nach der Amokfahrt in Leipzig mit zwei Toten wird am Dienstag an verschiedenen Orten der Opfer gedacht. In der Nikolaikirche gibt es um 17.00 eine ökumenische Gedenkandacht, an der Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) teilnehmen. Die Nikolaikirche liegt nahe der Fußgängerzone, durch die der 33-jährige mutmaßliche Amoktäter am Montag mit einem Auto raste.
Zuvor wollen Kretschmer und Jung Blumen auf dem Augustusplatz ablegen. Nach Angaben des Evangelisch-Lutherischen Kirchenbezirks Leipzig sind die Nikolaikirche sowie die Thomaskirche seit dem Morgen geöffnet - "für Trauer, Gebet, Gespräch und eine Kerze zu entzünden". Auch die Universität Leipzig lud für 12.30 Uhr zu einer offenen Gedenkandacht im Paulinum am Augustusplatz ein.
Im Gedenken an die Opfer der Amokfahrt wehten die Flaggen vor dem Neuen Leipziger Rathaus auf Halbmast, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Im Rathaus wird zudem ab Mittag ein Kondolenzbuch ausgelegt.
Die sächsische Opferbeauftragte Iris Kloppich sprach den Opfern und Angehörigen ihre Anteilnahme aus und bot allen Betroffenen Unterstützung an. "Die schrecklichen Nachrichten, die mich aus Leipzig erreichen, erschüttern mich zutiefst - meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Getöteten und den vielen Verletzten", erklärte Kloppich.
Der 33-Jährige, ein deutscher Staatsbürger, war am Montagnachmittag in der Innenstadt von Leipzig mit einem Auto durch eine Fußgängerzone gerast. Er erfasste mehrere Menschen, eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann starben. Die genaue Zahl der Verletzten stand zunächst weiterhin nicht fest.
A.F.Rosado--PC