-
Fünfzehn Jahre nach dem NSU bleiben Fragen zu Unterstützern offen
-
Hakeem Jeffries steht vor dem Aufstieg zum mächtigsten Demokraten im Kongress
-
Demokraten gewinnen in Texas Senatssitz und Gouverneursamt
-
Demokraten erobern bei US-Zwischenwahlen beide Kongresskammern
-
Abdul El-Sayed gewinnt Senatssitz in Michigan und schreibt Geschichte
-
Trump signalisiert nach Midterms Gesprächsbereitschaft mit den Demokraten
-
Wer immer funktioniert, muss nicht noch besser werden
-
Letzte Funksprüche zeigen Kontrollverlust vor Learjet-Absturz in Florida
-
Der Begriff „migrantisches Milieu“ belebt die Stadtbild-Debatte neu
-
Europas digitale Finanzinfrastruktur soll unabhängiger und robuster werden
-
Raiffeisen Bank International muss den geplanten Addiko-Deal neu strukturieren
-
Dobrindts Äußerung über „Chaoten“ löst Kritik von Grünen und Linken aus
-
Mehr als 1000 Berliner SPD-Mitglieder wenden sich gegen Rot-Grün-Rot um jeden Preis
-
Sachsen-Anhalts CDU ringt um Konsequenzen aus einem umstrittenen Papier
-
Niko Ilicevic stellt mit 16 Jahren den Bundesliga-Altersrekord ein
-
Der Berliner Gendarmenmarkt erzählt von französischer Einwanderung und Wandel
-
Kapstadts Konflikt mit Pavianen verschärft sich in wohlhabenden Vororten
-
NFL-Katastrophenangst: Helikopter fliegt direkt in Feuerwerk
Rund 1550 antisemitische Vorfälle in Bayern - Zentralratspräsident alarmiert
In Bayern sind nach Angaben der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus im vergangenen Jahr 1551 judenfeindliche Vorfälle dokumentiert worden. Das entsprach etwa dem Vorjahreswert von 1526, wie die Organisation am Dienstag in München unter Verweis auf eigene Meldedaten mitteilte. Die Zahl bleibe "auf einem hohen Niveau", antisemitische Ausdrucksformen würden zugleich "enthemmter, bedrohlicher und direkter".
Die Meldestelle registrierte demnach einen Fall "extremer Gewalt", 14 Angriffe, 22 gezielte Sachbeschädigungen, 78 Bedrohungen sowie zehn antisemitische Massenzuschriften und weitere 1426 Fälle verletzenden Verhaltens. Darunter waren demnach 330 entsprechende Versammlungen.
Jüdinnen und Juden lebten hierzulande "in permanenter Unsicherheit", erklärte der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, mit Blick auf die bayerischen Zahlen. Er ist Vorsitzender der Israelitischen Kultusgemeinde Würzburg und Unterfranken. "Der Judenhass hat sich in Deutschland etabliert, und nur enorme Kraftanstrengungen können diesen Trend umkehren." Die Politik müsse entschlossen handeln.
Die staatlich geförderte Meldestelle dokumentiert alle antisemitischen Vorfälle unabhängig von politischer oder extremistischer Ausrichtung. Ihre Aufzählung beschränkt sich dabei nicht auf strafbare Handlungen.
Die bayerischen Staatsanwaltschaften leiteten im vergangenen Jahr 906 neue Ermittlungsverfahren wegen antisemitischer Straftaten ein, wie Landesjustizminister Georg Eisenreich (CSU) am Dienstag in München parallel mitteilte. In 15 Fällen ging es um Körperverletzungsdelikte unterschiedlicher Schwere und weitere 84 Mal um Beleidigungsstraftaten.
423 Mal wurden die Ermittlungen demnach wegen Volksverhetzung und Gewaltdarstellung aufgenommen. In 256 Fällen ging es um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.
Seit dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 erlebten Deutschland und die Welt insgesamt "die schlimmste Welle von Antisemitismus seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs", erklärte der Minister. Der Rechtsstaat müsse Antisemitismus "benennen und bekämpfen".
P.L.Madureira--PC