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9/11-Gedenken in New York: Petition gegen muslimischen Bürgermeister Mamdani
Vor den New Yorker Gedenkfeiern für die Toten der Terroranschläge vom 11. September vor 25 Jahren regt sich Widerstand gegen die Teilnahme des muslimischen Bürgermeisters Zohran Mamdani. Mehr als 110.000 Menschen unterschrieben dagegen bis Donnerstag eine Online-Petition auf dem Portal change.org. Darin werden die Organisatoren der Gedenkfeier aufgerufen, Mamdani auszuladen.
Hinter der Petition steht Giovanni Galante, dessen Ehefrau Grace Catherine 2001 beim Einsturz des World Trade Centers ums Leben kam. Galante wirft Mamdani als erstem muslimischen Bürgermeister von New York vor, seine Äußerungen und persönlichen Verbindungen stünden den Werten der trauernden Hinterbliebenen "feindlich" gegenüber.
So habe Mamdani die Formulierung "Globalisiert die Intifada" nicht klar genug verurteilt, "die von vielen als Billigung oder Normalisierung von Gewalt interpretiert wird", heißt es in der Petition. Zudem habe der 34-jährige demokratische Sozialist Verbindungen zu Menschen, die "amerikanische Institutionen geringschätzen oder extremistischen Ideologien gegenüber nicht ausreichend kritisch eingestellt sind", schreibt Galante, ohne Namen zu nennen.
Unterstützt wird der Aufruf unter anderem von Michael LaRosa, dem früheren Sprecher von First Lady Jill Biden, der Ehefrau von Ex-Präsident Joe Biden. LaRosa schrieb zur Begründung, Mamdanis Teilnahme würde von den Opfern der Anschläge ablenken und die Gedenkfeier müsse "frei von Politik" bleiben.
Die Zeremonie findet am Freitag an dem New Yorker Mahnmal an Ground Zero statt, wo früher das World Trade Center stand. Dabei verlesen Angehörige die Namen der Todesopfer der Anschläge. Es soll Schweigeminuten geben, Reden werden nicht gehalten.
An der Veranstaltung sollen neben Mamdani und dem damaligen Bürgermeister Rudy Giuliani alle noch lebenden früheren Präsidenten teilnehmen. Neben Biden werden Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama erwartet.
Präsident Donald Trump lässt sich bei der parteiübergreifenden Gedenkfeier durch Vizepräsident JD Vance vertreten. Trump will derweil eine Rede im Pentagon bei Washington halten.
Am 11. September 2001 hatten Islamisten des Terrornetzwerks Al-Kaida Passagierflugzeuge gekapert und sie in das World Trade Center und das Pentagon gesteuert. Eine vierte Maschine, die offenbar das Kapitol oder das Weiße Haus treffen sollte, stürzte in einem Feld ab, weil sich Insassen zur Wehr setzten. Bei den Anschlägen kamen insgesamt 2977 Menschen ums Leben.
L.Mesquita--PC