-
Mögliche Drohne stört vorübergehend Flugbetrieb an Nürnberger Flughafen
-
Hohe Energiepreise: Inflation im September so hoch wie seit Ende 2023 nicht mehr
-
Milliarden-Einsparungen geplant: Frankreichs Parlament beginnt Haushaltsdebatte
-
Wadephul sichert Ukraine vor Sicherheitsforum in Warschau Unterstützung zu
-
Vorteile für Unternehmenserben: Bundesverfassungsgericht prüft Erbschaftsteuer
-
Produktion von Lebkuchen in Deutschland deutlich gesunken
-
Urteil: Kein Schadenersatz für Hotelgast nach Verletzung durch Silvesterfeuerwerk
-
Weniger Sterbefälle in drittem Quartal - Vorübergehender Anstieg in heißen Wochen
-
Tödliche Polizeischüsse auf Bewaffneten in Tuttlingen: Pistole war nicht echt
-
Regierungschef will Liveübertragung von US-Hinrichtung in Australien verhindern
-
Feuerwerk um 1.15 Uhr: Bayern-Nachtruhe gestört
-
Hohe Energiepreise: Inflation steigt im September auf Höchststand seit Ende 2023
-
Rente: CDU erwartet von neuem Minister Schweitzer Festhalten an Koalitionsbeschlüssen
-
Brennender Transporter: Zwei Tote bei Verkehrsunfall in Nordrhein-Westfalen
-
Bas-Rücktritt: SPD-Generalsekretär Klüssendorf sieht Koalition nicht gefährdet
-
Nordrhein-Westfalen: Drei Tote und fünf Verletzte bei Wohnhausbrand in Bochum
-
Umfrage: Passendes Auto macht glücklicher als teures
-
Sturm nach Pucktreffer am Kopf ins Krankenhaus eingeliefert
-
US-Schauspielerin Selma Blair nach Vorfall auf Flug festgenommen
-
Fünf Tote durch Hurrikan "Simon" und Sturm "Rachel" in Mexiko
-
Bills gewinnen wilden Schlagabtausch bei den Rams
-
Neue Sprinterzüge und weiter viele Baustellen: Neuer DB-Fahrplan ab Mittwoch buchbar
-
Stützle trifft und legt auf: Ottawa schlägt die Devils
-
FC Bayern: "Jonas muss nicht werden wie Manu"
-
IWF hebt Wachstumsprognose für Deutschland und warnt vor "zweigeteiltem" Ausblick für Welt
-
Nach Rennunfall: BGH prüft Versicherungsschutz von Motorradfahrer
-
Strafmaß in Prozess um Mord an Rapper Tupac Shakur wird verkündet
-
Spaniens König Felipe VI. besucht Exklave Ceuta in Nordafrika
-
Wadephul nimmt an internationalem Sicherheitsforum in Warschau teil
-
Bundesverfassungsgericht verhandelt über Privilegien von Firmenerben
-
IWF hebt Wirtschaftsprognose für Deutschland auf 1,3 Prozent an
-
Akkodis ermöglicht mehrsprachige Kommunikation bei den Rennen des Mercedes-AMG PETRONAS Formula One Teams
-
"Breaking Bad"-Schauspieler RJ Mitte im Alter von 34 Jahren gestorben
-
Klingbeil lässt erneute Kandidatur für SPD-Spitze offen
-
Gericht gestattet Flávio Bolsonaro Besuch seines inhaftierten Vaters wieder
-
Brand in Starlink-Station in Polen: Tusk gibt zwei Festnahmen in Deutschland bekannt
-
Ukraine-Krieg: Merz telefoniert mit Selenskyj
-
Vorfall in Fairford: USA und Verbündete verurteilen "gewaltsame Angriffe" des Iran
-
Oberstes Gericht bestätigt Aussetzung von Wahlrecht für bestimmte Auslands-Spanier
-
Neuer angeschlagen: Bayern in Stavanger mit Urbig im Tor
-
London: Teheran "fast sicher" für Vorfall an Luftwaffenstützpunkt verantwortlich
-
Becker adelt Zverev: "Nummer eins wird man nicht zufällig"
-
EU und Großbritannien planen Gipfeltreffen für den 20. November
-
Stromsteuer-Senkung und klare Worte zur AfD: CDU will sich aus Krise arbeiten
-
Nato-Kommandeur warnt Russland: Jeder Angriff auf das Bündnis wäre "sinnlos"
-
Bayern will Erbschaftsteuer selbst festsetzen: Karlsruhe verhandelt über Klage
-
Haus von prominenter Trump-Kritikerin Ilhan Omar durchsucht
-
Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesse vorgestellt
-
Mit Picknick-Korb: Neue E-Ente auf Pariser Automesser vorgestellt
-
Schülerproteste in Frankreich: Acht Schulmitarbeiter verletzt
Wegen Beleidigung Erdogans angeklagter türkischer Komiker Göktas vor Gericht
Der beliebte türkische Komiker Deniz Göktas muss sich wegen angeblicher Beleidigung von Staatschef Recep Tayyip Erdogan und weiterer Vorwürfe seit Montag vor einem Istanbuler Gericht verantworten. Vor dem Gebäude des Caglayan Gerichts demonstrierten rund 50 Menschen gegen die im Juli erfolgte Festnahme des 32-Jährigen. "Deniz Göktas ist nicht allein", skandierten die Demonstrierenden, wie ein AFP-Journalist beobachtete.
Auf Plakaten der Teilnehmer war zu lesen: "Deniz Göktas soll freigelassen werden". Mehrere Dutzend Sicherheitskräfte waren im Einsatz. In dem Gebäude warteten mehrere Journalisten sowie Unterstützer von Göktas darauf, den Gerichtssaal betreten zu können, in dem der Komiker erwartet wurde. Unter den Wartenden waren auch mehrere andere Komiker aus dem Tuzbiber Comedy Klub, in dem Göktas 2019 seine Karriere begonnen hatte. Vertreter der niederländischen Botschaft und des US-Konsulats waren als Beobachter anwesend.
Zu Beginn der Verhandlung hielt Göktas eine geistreiche und mit politischer Satire gespickte Ansprache, die im Saal immer wieder für Gelächter sorgte. "Erdogan sollte offen für die Kunst der Satire sein", sagte der Angeklagte und wies die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurück.
In der Vergangenheit sei keiner der berühmten Komiker oder politischen Satiriker der Türkei strafrechtlich verfolgt worden. Die Gesetze und die Witze hätten sich nicht verändert, betonte Göktas. "Was sich verändert hat, ist die zunehmend instabile Führung, die diesen Witz nicht mehr verträgt", sagte er.
Der Komiker war Anfang Juli am Istanbuler Flughafen festgenommen worden. Ihm wurde zur Last gelegt, den Islam und Präsident Erdogan beleidigt zu haben. Kurz zuvor hatte Göktas ein Youtube-Video eines Auftritts veröffentlicht, das millionenfach angeschaut wurde. Seitdem befindet sich Göktas in Untersuchungshaft im Hochsicherheitsgefängnis Karatepe etwa 120 Kilometer westlich von Istanbul.
Göktas wird neben der Beleidigung Erdogans Anstiftung zum öffentlichen Hass zur Last gelegt. Später fügte die Staatsanwaltschaft einen weiteren Anklagepunkt hinzu und beschuldigte den Komiker der "Verherrlichung von Verbrechen und Kriminellen".
Aus dem Gefängnis veröffentlicht Göktas gelegentlich Beiträge auf X. Am Sonntagabend, am Vortag seines Gerichtstermins, schrieb er: "Nach 88 Tagen werde ich zum ersten Mal in Handschellen gelegt und eine Autohupe hören. Die Handschellen vermisse ich ganz sicher nicht."
Göktas war erfolgreich gegen seine Inhaftierung in Berufung gegangen. Doch die Staatsanwaltschaft erhob im August in einem anderen Fall Anschuldigungen gegen ihn. Dies führte zu seiner erneuten Festnahme. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Stand-up-Komiker demnach vor, bei einem seiner Auftritte "ein Verbrechen und einen Straftäter verherrlicht" zu haben.
"Bei einer 90-minütigen Show wird alle zwei Monate eine neue Anklage erhoben", schrieb Göktas Ende August auf X. Die neuen Anschuldigungen gegen ihn seien "wegen eines Witzes über die Daltons" erhoben worden, erklärte er mit Blick auf die der organisierten Kriminalität zugerechneten Bande.
In der Anklageschrift wird das mögliche Strafmaß nicht genannt. Laut Berechnungen türkischer Medien wie der Nachrichtenagentur Anka könnte Göktas bei einer Verurteilung in allen Anklagepunkten eine Haftstrafe von zehn Jahren oder länger drohen.
Die türkischen Behörden hatten zuletzt ihr Vorgehen gegen Kritiker der Regierung verschärft, unter ihnen Musiker, Künstler, Journalisten und oppositionelle Politiker. Im Vorfeld des Nato-Gipfels Anfang Juli in Ankara kam es zu einer Festnahmewelle in der Türkei. Göktas wurde in Ankara geboren und hatte bereits mehrere Auftritte in Europa und den USA.
P.Sousa--PC