-
Greenpeace prangert Privatjet-Flüge nach Davos an - und fordert Verbot
-
Französischer Botschafter: Rund 15 Soldaten in Grönland eingetroffen
-
"Eine Frage der Gerechtigkeit": Bas verteidigt Bürgergeld-Reform
-
Neuer über Gegentor: "Versuche mein Bestes"
-
Erste Evakuierung aus dem All aus medizinischen Gründen: Astronauten verlassen ISS
-
Neugeborenes aus Fenster geworfen: Totschlagsurteil gegen Mutter rechtskräftig
-
Unbekannte köpfen Schwan an See in Bremen
-
SPD kritisiert schärfere Regeln für medizinisches Cannabis
-
Trump verkündet Ende der Tötungen im Iran - Teheran: Keine Hinrichtungen geplant
-
Korpatsch verpasst Quali - acht Deutsche in Melbourne dabei
-
Trickbetrüger erbeuten von Ehepaar aus Hessen etwa 150.000 Euro
-
Kinderhilfswerk warnt vor ernsten Folgen der Bürgergeldreform für die Jüngsten
-
Leipzig fiebert Bayern-Duell entgegen: "Ganz andere Vorzeichen"
-
NBA: Kings gewinnen auch letztes Spiel ohne Schröder
-
NBA: Kings gewinnen zweites Spiel ohne gesperrten Schröder
-
NHL: Stützle trifft, Grubauer ausgetrickst
-
ICE-Beamter schießt Venezolaner in Minneapolis ins Bein
-
Kwasniok: "Die Jungs werden sich belohnen"
-
Verbände warnen: Grundsicherung verschärft soziale Not und Wohnungslosigkeit
-
Uganda wählt Präsidenten - Sieg von Langzeitherrscher Museveni wahrscheinlich
-
"Tragödie": Real-Trainer Arbeloa nach Blamage bedient
-
Nach Hinrunden-Rekord: Bayern wollen auch Rückrunde gewinnen
-
Zverev zum Auftakt gegen Diallo - Lys winkt Osaka-Duell
-
Hanning über DHB-Team: "80 Prozent Chance aufs Halbfinale"
-
Silber-Coach Sturm: Olympia-Team braucht "keine Ziele"
-
Frust bei Preuß: "Das muss ich erst verdauen"
-
Teheran plant für Donnerstag keine Hinrichtungen - Lufthansa meidet Luftraum über dem Iran
-
US-Senat lehnt Gesetzesentwurf zur Beschränkung von Trumps Vorgehen in Venezuela praktisch ab
-
Präsidentschaftswahl in Uganda - Langzeitherrscher Museveni tritt erneut an
-
Urteil in südfranzösischem Immobilienskandal steht an
-
Trump empfängt venezolanische Friedensnobelpreisträgerin Machado
-
Bundespräsident Steinmeier eröffnet Landwirtschaftsmesse Grüne Woche
-
Bundestag befasst sich mit neuer Grundsicherung
-
Onlinedienst X schränkt Chatbot Grok beim Erstellen von KI-Nacktbildern ein
-
Bundesregierung will "Recht auf Reparatur" für elektronische Geräte schaffen
-
Onlinedienst X will Chatbot Grok an Erstellen von KI-Nacktbildern hindern
-
Palästinensergruppen einigen sich auf Übergangsverwaltung für Gazastreifen
-
Ein echter Impulsgeber – AGFA HealthCare präsentiert Bildgebungsinnovationen auf der ECR 2026
-
Iranischer Außenminister: Keine Hinrichtungen durch Erhängen "heute oder morgen"
-
Linnemann weist Kritik an Bürgergeldreform zurück - Kritik von Ökonomen
-
Trump telefoniert mit Venezuelas Übergangspräsidentin Rodríguez
-
KI-Nacktbilder: Kalifornien untersucht Musks Chatbot Grok
-
Debakel nach Alonso-Entlassung: Real unterliegt bei Zweitligist
-
Bester Herbstmeister: Bayern siegen nach Rückstand in Köln
-
Nach Anlaufzeit: Leipzig startet mit Erfolg ins neue Jahr
-
Konflikt mit Trump: Bundeswehr entsendet Soldaten nach Grönland
-
Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana erhalten 10.000 Schweizer Franken
-
Dänischer Minister: Trump will Grönland "erobern"
-
Bundeswehr entsendet Erkundungsteam nach Grönland
-
Zwei Misstrauensanträge wegen Mersocur scheitern in Frankreich
Sachverständigenkommission: Corona-Maßnahmen wirken - aber nur begrenzt
Die Corona-Maßnahmen wirken, aber nur begrenzt - zu diesem Schluss kommt die mit der Evaluierung beauftragte Sachverständigenkommission in seinem am Freitag vorgelegten Bericht. Masken helfen demnach nur, wenn sie richtig getragen werden - und ein Lockdown nur, solange die Menschen dazu bereit sind. Die Wissenschaftler beklagten bei der Vorstellung eine mangelhafte Datengrundlage. Die Bundesregierung sieht dennoch eine gute Grundlage für die anstehende Reform des Infektionsschutzgesetzes.
Die derzeit viel diskutierten FFP2-Masken entfalten nach Einschätzung der Kommission insbesondere in Innenräumen ihre Wirkung. Eine generelle Empfehlung zum Tragen von FFP2-Masken sei aber "aus den bisherigen Daten nicht ableitbar". Der Virologe Hendrik Streeck verwies darauf, dass die Masken nur dann einen guten Effekt hätten, wenn sie auch richtig getragen würden.
Gemischt fällt auch das Urteil über die 2G- und 3G-Maßnahmen aus. Deren Wirkung sei bei den derzeitigen Varianten "in den ersten Wochen nach der Boosterimpfung oder der Genesung hoch", heißt es in dem Gutachten. Allerdings verpuffe bei der Omikron-Variante der Effekt einer Impfung mit den bisherigen Vakzinen, betonte Streeck. Deshalb sei es ratsam, etwa beim Besuch von Veranstaltungen zusätzlich einen Test zu machen.
Ein Lockdown wiederum sei gerade zu Beginn einer Pandemie sinnvoll, heißt es in der Expertise weiter. Je länger er dauere und je weniger Menschen bereit seien, die Maßnahme mitzutragen, "desto geringer ist der Effekt und umso schwerer wiegen die nicht-intendierten Folgen". Zu Schulschließungen heißt es in dem Papier, deren genaue Wirksamkeit sei "trotz biologischer Plausibilität und zahlreicher Studien weiterhin offen".
Zu den Bedingungen für die Tätigkeit der Kommission sagte deren Vizechefin Helga Rübsamen-Schaeff, die Erfüllung des Arbeitsauftrags sei "erheblich" dadurch erschwert worden, "dass wir eben zur Bewertung erst zwei Jahre nach Beginn der Maßnahmen aufgefordert worden sind".
Deutliche Kritik gibt es in der Kommission an der Gesetzgebung des Bundes. Der Rechtsrahmen solle nicht so häufig geändert, wie das in den letzten beiden Jahren passiert sei, sagte die Juristin Andrea Kießling.
Nach Vorlage des Gutachtens begannen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach(SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) mit den Beratungen über das neue Infektionsschutzgesetz. Beide zeigten sich optimistisch über die Einigungschancen. Die Ampel-Koalition werde "im Laufe des Juli" einen Vorschlag für das Vorgehen im Herbst und Winter machen, sagte Buschmann.
Der Justizminister sieht nun keine Grundlage mehr für Eingriffe wie Lockdowns, Schulschließungen und Ausgangssperren. Hingegen würden Masken in Innenräumen sicher "eine Rolle im Schutzkonzept für den Herbst spielen". Lauterbach sagte, die Gespräche sollten in den nächsten Wochen fortgesetzt werden, "so dass wir hoffentlich zu einem gutem Kompromiss kommen werden". Er erwarte nach der aktuellen Sommerwelle eine "schwere Herbstwelle".
Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder forderte rasche Klarheit über gesetzliche Rahmenbedingungen für Eindämmungsmaßnahmen. Der Bund müsse noch vor der Sommerpause einen Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes vorlegen, erklärte die Gesundheitsministerkonferenz (GMK) nach einer Sondersitzung am Freitag.
"Die Länder brauchen Rechtssicherheit, um auf die Lage reagieren zu können", erklärte die GMK-Vorsitzende, Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Auch Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek mahnte den Bund zur Eile. Der Sachverständigen-Bericht werfe allerdings mehr Fragen auf, als er beantworte. "Es ist mehr als enttäuschend, dass der Bericht sich nicht eindeutig positioniert."
V.F.Barreira--PC