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Guterres "sehr verstört" nach Sperrung von Twitter-Konten mehrerer Journalisten
UN-Generalsekretär António Guterres hat sich "sehr verstört" über die Sperrung von Twitter-Konten mehrerer Journalisten gezeigt. Der "willkürliche" Schritt schaffe einen "gefährlichen Präzedenzfall" zu einer Zeit, in der Journalisten auf der ganzen Welt "Zensur, körperlicher Gefahr und sogar noch schlimmerem" ausgesetzt seien, ließ Guterres über seinen Sprecher Stephane Dujarric erklären. Medien sollten nicht "auf einer Plattform zum Schweigen gebracht werden, die sich zu einem Raum für Redefreiheit erklärt", kritisierte Guterres.
Der Kurzbotschaftendienst hatte am Donnerstag die Nutzerkonten von mehr als einem halben Dutzend bekannter Journalisten gesperrt. Die Betroffenen arbeiten unter anderem für renommierte Medien wie CNN, die "New York Times" und die "Washington Post".
Die Journalisten hatten zuvor über die Sperrung des Twitter-Accounts @ElonJet berichtet, auf dem ein junger US-Student die Flüge von Musks Privatjet dokumentierte. Der streitbare Multimilliardär wirft den Journalisten vor, dabei selbst Angaben über seinen Standort in Echtzeit verbreitet zu haben - und damit seine Sicherheit zu gefährden.
Die Journalistenorganisation Reporter ohne Grenzen bezeichnete Musks Vorgehen an der Spitze von Twitter als "Katastrophe für das Informationsrecht" und warnte vor einer "großen Gefahr für die Demokratie".
P.Mira--PC