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Frankfurter Buchmesse setzt Schwerpunkt auf Kulturpolitik
Die Frankfurter Buchmesse setzt für ihre 77. Ausgabe einen Schwerpunkt auf Kulturpolitik. Dabei geht es unter anderem um Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Kriege sowie die Bedeutung Künstlicher Intelligenz für die Zukunft, wie die Buchmesse am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Dazu werden unter anderem die philippinische Friedensnobelpreisträgerin Maria Ressa und der frühere Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zu Gast sein.
"In Zeiten globaler Spannungen brauchen wir mehr denn je Räume für Austausch, fürs Zuhören und für Zusammenarbeit", erklärte der Direktor der Buchmesse, Juergen Boos. Die Frankfurter Buchmesse sei der Ort, an dem sich die Welt begegne.
Gastland in diesem Jahr sind die Philippinen. Unter dem Motto "Fantasie beseelt die Luft" werden mehr als hundert Autoren, Künstler und Kreative aus den Philippinen in Frankfurt erwartet, darunter die Dichterinnen Merlie Alunan, Marjorie Evasco und Mookie Katigbak-Lacuesta.
Die Eröffnungsfeier findet am 14. Oktober statt. Die Feier sei neu gestaltet worden. Im Zentrum der Beiträge stehe, angelehnt an das philippinische Motto, das Verhältnis zwischen Vorstellungskraft und Wirklichkeit. Für Privatbesucher ist die Messe dieses Jahr bereits am Messefreitag ab 10.00 Uhr geöffnet. An allen fünf Messetagen dürfen die Aussteller Bücher verkaufen.
Ein Highlight der Buchmesse ist die Verleihung des Buchpreises am 13. Oktober. Nominiert sind die Werke von sechs Autorinnen und Autoren. Dies sind "Die Holländerinnen" von Dorothee Elmiger, "Die Ausweichschule" von Kaleb Erdmann, "ë" von Jehona Kicaj, "Haus zur Sonne" von Thomas Melle, "Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft" von Fiona Sironic und "Wachs" von Christina Wunnicke.
Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhält in diesem Jahr der Osteuropahistoriker Karl Schlögel. Er wird am 19. Oktober in der Paulskirche ausgezeichnet.
T.Resende--PC