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Mehrheit sorgt sich um öffentlichen Einfluss sozialer Medien - Verzicht kaum Thema
Obwohl sich die Mehrheit der Deutschen um den Einfluss sozialer Medien auf die öffentliche Meinung sorgt, würden nur wenige darauf verzichten. Das geht aus einer am Dienstag in Gütersloh veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor, für die mehr als 2000 Menschen befragt wurden.
Mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Befragten sehen große Social-Media-Plattformen demnach als Instrument politischer Einflussnahme. 71 Prozent betrachten ihren Einfluss auf die öffentliche Meinung kritisch. Zugleich gibt eine Mehrheit von 73 Prozent an, sich mit den Risiken digitaler Plattformen arrangiert zu haben. Ein kompletter Verzicht kommt nur für wenige infrage - 18 Prozent können sich demnach vorstellen, soziale Medien und Messengerdienste ganz aufzugeben.
Was die Verantwortung angeht, haben die Befragten klare Erwartungen an Politik und Plattformen. 85 Prozent unterstützen höhere Geldstrafen für Plattformbetreiber, die gegen geltende Regeln verstoßen. Bei wiederholten Rechtsverstößen befürworten 80 Prozent Maßnahmen bis hin zur Sperrung oder zum Verbot von Plattformen.
78 Prozent der Befragten wünschen sich ein selbstbewussteres Vorgehen Deutschlands und der Europäischen Union gegenüber großen Plattformkonzernen. Gleichzeitig halten 71 Prozent europäische Plattformalternativen für wichtig.
Für die Studie befragte Pollytix Strategic Research im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung und der Denkfabrik Agora Digitale Transformation zwischen vergangenem Dezember und Februar 2016 Menschen ab 16 Jahren.
E.Raimundo--PC