-
Nach tödlichem Angriff auf Soldaten: Netanjahu droht Großoffensive im Westjordanland an
-
Sieben Tote bei Anschlag auf Kirche in Jordanien - König droht mit Vergeltung
-
Frankreich: Schüler kündigen nach Treffen mit Macron weitere Proteste an
-
Weißes Haus: Melania Trump vermittelt Waffenruhe in südukrainischer Stadt Oleschky
-
Zwei israelische Soldaten im Westjordanland getötet - Netanjahu droht mit Großoffensive
-
Große Sorgen um Kompany: Bayern-Trainer im Krankenhaus
-
Vor US-Zwischenwahlen: Gefälschte Umfragen aufgeflogen
-
Söder spricht sich auf CSU-Parteitag für Ilse Aigner als Bundespräsidentin aus
-
VW und IG Metall beharren im Streit um gekündigte Tarifverträge auf Positionen
-
Versicherer Generali baut 800 Stellen in Deutschland ab
-
Trotz Sondierungen mit Linken: Grüne und SPD in Berlin treffen sich mit CDU
-
Ein Toter bei rassistischem Anschlag nahe Paris - Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt
-
CSU-Chef Söder lehnt AfD-Verbotsverfahren ab: "Müssen uns demokratisch wehren"
-
Sechs Menschen bei Angriff auf Kirche in Jordanien getötet
-
Medienbericht: Weitere Anklage im Fall Wirecard
-
Medien: CDU wehrt sich gegen Festlegung auf Aigner als Bundespräsidentin
-
Söder auf CSU-Parteitag: "Es geht jetzt um die Existenz der Volksparteien"
-
Netanjahu droht nach Angriff in Hebron mit Großoffensive im Westjordanland
-
Viele Opfer nach Einsturz von mehrstöckigem Gebäude in Nairobi befürchtet
-
Weißes Haus: Melania Trump erreicht Waffenruhe in südukrainischer Stadt Oleschky
-
Mehrjährige Haftstrafen in Prozess um Umsatzsteuerkarussell in Düsseldorf
-
Wadephul berät bei Treffen mit Außenministern in Istanbul über Kriege und Konflikte
-
William redet als Überraschungsgast bei Talk-Show über seinen Berufswunsch Polizist
-
Prozess gegen mutmaßliche frühere IS-Angehörige in Frankfurt am Main begonnen
-
Frachter nach Drohnenvorfall im Schwarzen Meer gesunken - ein Toter
-
Anklage in Rheinland-Pfalz: Bürgermeister soll Beamtem keine Aufgaben gegeben haben
-
Nach Trump-Deal: Erster Tanker mit russischem Diesel unterwegs nach New York
-
Dänemark verabschiedet sich endgültig von Nerzfarmen
-
Gekündigte Tarifverträge: Gewerkschaft droht Volkswagen mit "Eskalation"
-
Bilder von Kindesmissbrauch: Meghan "zutiefst verstört" über Vorwürfe gegen ihren Vater
-
Umfrage: Ein Drittel der Haustierbesitzer nutzt smarte Geräte für Tier
-
Nach Suizid von Jugendlicher in USA: Mutmaßlicher Onlinesadist in Hamburg gefasst
-
Mutmaßlich rechtsextreme Aktion: Reichskriegsflaggen und Banner in Dortmund
-
Neue Proteste in Frankreich am Samstag: 70.000 Sicherheitskräfte im Einsatz
-
Regierung hält am Ziel der Stromsteuersenkung fest - Merz spricht mit Klingbeil
-
Bundesregierung will klimafreundlichen Umbau deutscher Raffinerien vorantreiben
-
Ein Toter bei Schüssen nahe Paris - Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernimmt Ermittlungen
-
Kurz vor der Wahl: Netanjahu ordnet nach Angriff "Abriegelung" von Westjordanland an
-
Kanzler Merz reist ab Montag nach Asien: Singapur, Japan und Südkorea Stationen
-
Bilder von Kindesmissbrauch: Meghan erschüttert über Vorwürfe gegen ihren Vater
-
Geplanter Überfall in Bochum: Urteil gegen "Ausbrecherkönig" vor Brüsseler Gericht verschoben
-
Nach Festnahme in Brandenburg: Mutmaßlicher Russland-Spion in Untersuchungshaft
-
Immobilienpreise stagnieren wegen hoher Zinsen - Mieten klettern weiter
-
Sieben Festnahmen bei Razzia wegen gefälschter Sprachzertifikate
-
17-jähriger mutmaßlicher Onlinesadist in Baden-Württemberg angeklagt
-
Mit 19 Messerstichen getötete Frau aus Hessen: Verdächtiger in Polen gefasst
-
Hausreparatur in Eigenleistung: Bundesgerichtshof prüft Haftung nach Verkauf
-
Bericht: Zahl der Extremisten mit Waffenerlaubnis auf mindestens 1600 gestiegen
-
Gewerkschaft droht vor Gespräch mit Volkswagen mit massivem Arbeitskampf
-
Tödlicher Angriff in Baden-Württemberg: 36-Jähriger vorläufig in Psychiatrie
Türkische Regierung übernimmt Kontrolle über meistgesehenen Nachrichtensender
Handstreich der türkischen Regierung gegen den meistgesehenen Nachrichtensender des Landes: Ankara hat die Kontrolle über den oppositionellen Fernsehsender Halk TV übernommen. Die Polizei habe eine Razzia in seiner Zentrale in Istanbul ausgeführt und einen Zwangsverwalter eingesetzt, teilte der Sender am Mittwoch mit. Der Sendebetrieb sei gestoppt worden. Elf Mitarbeiter wurden festgenommen. Aus Protest nahmen Oppositionsabgeordnete an einer Ausschusssitzung mit Pflastern auf Mund und Augen teil.
In einem von Halk TV im Onlinedienst X geteilten Video ist Chefredakteur Suat Toktas zu sehen, wie er mit dem Zwangsverwalter diskutiert und ihn davon zu überzeugen versucht, die Live-Sendung nicht zu stoppen. "Was hier gerade passiert, ist gesetzwidrig", sagt er.
Die Polizei durchsuchte Halk TV zufolge die Räumlichkeiten des Senders und hinderte Mitarbeiter am Morgen zunächst am Betreten des Gebäudes. Die türkische Staatsanwaltschaft erließ Haftbefehle gegen 17 Menschen wegen des Verdachts auf "Bestechung, Manipulation von Ausschreibungen und Geldwäsche". Elf Mitarbeiter des Senders wurden festgenommen.
Auch gegen den Direktor von Halk TV, Cafer Mahiroglu, wurde ein Haftbefehl ausgestellt. Der im Ausland lebende Mahiroglu sprach von einem "dunklen Tag für die Türkei" und bezeichnete die gegen ihn gerichteten Vorwürfe als "haltlos". Er warf der islamisch-konservativen Regierung von Präsident Recep Tayyip Erdogan vor, die Justiz des Landes für politische Zwecke zu instrumentalisieren. "Das Recht der Öffentlichkeit auf Information wird aus politischen Gründen beschlagnahmt", erklärte er auf X. Er kündigte an: "Wir werden unseren Sender zurückbekommen."
Die Opposition kritisierte das Vorgehen der Behörden scharf. "Im Morgengrauen in einen Fernsehsender einzudringen und einen Verwalter zu ernennen, ist etwas, das nur Diktatoren tun würden", erklärte der Vorsitzende der Oppositionspartei Yeni Parti (Neue Partei), Özgür Özel, auf X. "Leider ist es genau das, was sie mit unserem Land gemacht haben", fügte Özel hinzu.
Abgeordnete der Neuen Partei nahmen mit Pflastern auf Mund und Augen an einer Sitzung des Haushaltsausschusses teil, wie auf Videoaufnahmen auf X zu sehen war. Der Abgeordnete Ali Mahir Basarir sagte vor dem Sitz von Halk TV in Istanbul, in der Türkei gebe es nur noch "drei oder vier Sender, die die Wahrheit sagen". Das Ziel sei es, Halk TV zum Schweigen zu bringen und "das Sagen der Wahrheit zu verhindern".
Auch Medienrechtsorganisationen verurteilten die Razzia bei Halk TV. Diese sei "einer der bedeutendsten Schritte in den Bestrebungen der Regierung, den Informationsfluss zu monopolisieren", sagte der Co-Vorsitzender der Medienrechtsorganisationen MLSA, Veysel Ok, der Nachrichtenagentur AFP.
Die Übernahme von Halk TV ist der jüngste Schlag der Regierung Erdogan gegen regierungskritische Medien in der Türkei. Vor zwei Wochen hatten die türkischen Behörden den Zugang zur unabhängigen Nachrichtenwebsite T24 gesperrt. Zur Begründung verwiesen sie auf angebliche "LGBT-Propaganda" der Website. Die Abkürzung LGBT steht für Lesben, Schwule, bisexuelle und transgeschlechtliche Menschen.
Im Oktober 2025 hatten die türkischen Behörden die Kontrolle über den Sender Tele1 übernommen, einen weiteren oppositionsnahen TV-Sender. Der seit 2014 in der Türkei als Präsident regierende Erdogan strebt eine Wiederwahl bei der für 2028 geplanten Präsidentschaftswahl an.
O.Gaspar--PC