-
Red-Bull-Junior Tsolov absolviert Formel-1-Debüt in Imola
-
Leserbrief fordert Durchsetzung des Kopftuchverbots an Schulen
-
Leserbrief hinterfragt Bablers sozialpolitische Maßnahmen
-
Leserbrief verlangt Entlastung Österreichs als EU-Nettozahler
-
Josef Pühringer kritisiert Altersgrenze bei Grünen-Umfrage
-
Leserbrief sieht etablierte Parteien in Oberösterreich unter Druck
-
Leserbrief warnt vor Konflikt um Kopftuchverbot zu Schulbeginn
-
Leserbrief führt ÖVP-Verluste auf Distanz zur Bevölkerung zurück
-
Leserbrief kritisiert Trumps territoriale und geografische Forderungen
-
Zwei Autos kollidieren auf Salzburgs Imbergstraße
-
Sturm löst zahlreiche Wasserrettungseinsätze im Flachgau aus
-
Geflohene Jugendliche nach Fahndung in Maisfeld festgenommen
-
27-jährige Österreicherin und Hund tot in Kleintransporter gefunden
-
Polizei zieht nach Drogenfahrt und E-Scooter-Unfall Führerscheine ein
-
Ebenauer Mühlenfest zeigt historisches Müllerhandwerk
-
Ebenau feiert Mühlenfest mit Handwerk, Musik und Kulinarik
-
Selenskyj verlangt täglich bis zu 1.000 Langstreckendrohnen gegen Russland
-
Serbiens Justizminister deutet staatliche Ehren für Ratko Mladić an
-
Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+: Elektro-Sprinter mit 680 PS und Nürburgring-Rekord
-
Bereits mehr als 600 Tote nach Himalaya-Sturzflut - 2980 Menschen vermisst
-
Ferrari ehrt Schumacher-Legende mit Spezial-Look in Monza
-
"Teures Problem": Huth schreibt Wirtz bei Liverpool ab
-
Wohlgemuth: "Deprimierender" Saisonstart für den VfB
-
Bayern setzen "Duftmarken" - und haben "noch was vor"
-
Muslic über "Held" Dzeko: "Ich bin jetzt sein Chef"
-
DHB-Team heiß auf Gold: "Mit Weltmeisterpokal über den Platz"
-
Schon mehr als 600 Tote nach Himalaya-Sturzflut - Suche nach Vermissten geht weiter
-
Fünf Jahre Haft für Ecuadors Ex-Präsidenten Moreno wegen Korruption bei Bauprojekt
-
Nach Sturzflut im Himalaya geht die Suche nach hunderten Vermissten weiter
-
Umweltminister Schneider fordert für Plug-In-Hybride aus China Zölle wie bei E-Autos
-
AfD-Nachwuchsorganisation trifft sich zu Bundeskongress in Magdeburg
-
Isländer stimmen über Wiederaufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen ab
-
US-Präsident Trump verkündet "größten Öl-Deal in der Weltgeschichte" mit Venezuela
-
Trump bei 9/11-Gedenken nur bei Zeremonie im Pentagon und nicht in New York
-
Bericht: US-Gericht untersagt Nutzung von FBI-Verhörprotokollen in 9/11-Prozess
-
Halbleere Gasspeicher: Wirtschaftsweise Grimm sieht noch keinen Handlungsbedarf
-
Attest ab erstem Krankheitstag: Bas fordert Union zu Gesprächen über Verzicht auf
-
US-Präsident Trump verkündet bedeutendes Öl-Abkommen mit Venezuela
-
Nach Meta-Vergleich: Hubig will besseren Schutz von Kindern vor Social-Media-Sucht
-
Bas erwartet bei schlechtem Ergebnis in Sachsen-Anhalt Diskussion über SPD-Spitze
-
Ecuadors Ex-Präsident Moreno wegen Korruption bei Bauprojekt schuldig gesprochen
-
US-Regierung prüft Verkauf von Land des Yosemite-Parks an Immobilienfirma
-
Kane zur Vertragsverlängerung: Es sieht "ziemlich gut" aus
-
Stocker fordert Verfassungsverbot des politischen Islam
-
Bayern München startet mit 5:1 gegen Stuttgart in die Bundesliga
-
Haribo und Ritter Sport bringen Pico-Balla-Schokolade erneut in den Handel
-
Felix Gall rückt bei der Vuelta auf Gesamtrang vier vor
-
Brüsseler Staatsanwaltschaft fordert härteres Vorgehen gegen Drogenbanden
-
Rund 400 Menschen demonstrieren in Traismauer gegen Tierleid
-
Falscher Polizist verunsichert Seniorinnen im Bezirk Freistadt
Bas: Erste Würdigung queerer Opfer im Bundestag ist Mahnung auch für Gegenwart
Mit einer feierlichen Gedenkstunde will der Bundestag am Freitag einer Opfergruppe des Nationalsozialismus gedenken, deren Leid und deren fortdauernde Verfolgung auch nach 1945 noch lange verschwiegen wurde: Schwulen, Lesben, Transsexuellen und anderen. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) sagte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP, die erste Gedenkstunde für Angehörige sexueller Minderheiten im Plenum solle ein Zeichen gegen die Diskriminierung setzen – bis in die Gegenwart hinein.
"Es ist wichtig zu zeigen: Im Nationalsozialismus hat es diese Opfer gegeben - und auch nach dem Krieg hat es noch Verfolgung gegeben", sagte Bas. "Mir ist diese Gruppe wichtig, auch weil sie heute immer noch von Diskriminierung und Anfeindung betroffen ist."
Die Gedenkstunde für die queeren NS-Opfer sei für sie auch ein "persönliches Anliegen", sagte Bas. Die Bundestagspräsidentin verwies darauf, dass die Verfolgung sexueller Minderheiten mit dem Ende des Nationalsozialismus nicht vorüber war. Vor allem schwule Männer, aber auch lesbische Frauen und Transsexuelle mussten mit strafrechtlicher Verurteilung und gesellschaftlicher Ächtung rechnen.
Der Strafrechtsparagraf 175, der - auch einvernehmlichen - Geschlechtsverkehr unter erwachsenen Männern kriminalisierte, galt in der Bundesrepublik bis 1969 unverändert fort. Rund 50.000 Männer wurden in der Bundesrepublik auf Grundlage dieses Paragrafen verurteilt.
Auch dieses Unrecht soll laut Bas in der Gedenkstunde thematisiert werden. "Wir ziehen in der Gedenkstunde eine Parallele zu dem sogenannten 'Schwulenparagrafen', der erst sehr spät aufgehoben wurde", sagte die Bundestagspräsidentin. "Bis es Entschädigungszahlungen gab, haben viele schon gar nicht mehr gelebt."
Der Bundestag erinnert jedes Jahr am 27. Januar – dem Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch sowjetische Truppen 1945 - in einer Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus. In der Vergangenheit standen dort oft bestimmte Opfergruppen im Mittelpunkt - nie jedoch die Angehörigen sexueller Minderheiten. Seit 2018 lag dem Bundestag eine Petition vor, die einen solchen Gedenktag für die queeren Opfer des Nationalsozialismus forderte.
Auch der Lesben- und Schwulenverband habe "sehr engagiert dafür geworben, diese Opfergruppe im Rahmen der Gedenkstunde besonders zu würdigen", sagte Bas. "Auch mir persönlich sind die Anliegen der queeren Community sehr wichtig - und wir waren uns im Präsidium des Deutschen Bundestages fraktionsübergreifend schnell einig."
Bas wird die Gedenkstunde am Freitag mit einer Ansprache eröffnen. Die Gedenkrede wird die Holocaust-Überlebende Rozette Kats halten. Eine weitere Rede wird Klaus Schirdewahn halten, der 1964 wegen sexueller Beziehungen zu einem anderen Mann verurteilt worden war. Der Schauspieler Jannik Schümann und die Schauspielerin Maren Kroymann werden Texte über zwei Opfer vortragen, deren Lebensgeschichten exemplarisch für die Verfolgung sexueller Minderheiten während des Nationalsozialismus sind.
F.Moura--PC