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Ukraine will Druck auf IOC aufrechterhalten
Die ukrainische Regierung will den Druck auf das Internationale Olympische Komitee (IOC) in der Russland-Belarus-Frage hochhalten und sich weiter für einen Ausschluss beider Länder von den Olympischen Spielen 2024 in Paris einsetzen.
"Es ist notwendig, weiterhin Druck auszuüben", sagte der ukrainische Sportminister Wadym Hutzajt im AFP-Interview: "Vielleicht wird das IOC verstehen, dass es nicht der richtige Zeitpunkt für die Rückkehr russischer und belarussischer Sportler ist, solange in der Ukraine Krieg herrscht."
Hutzajt übte Kritik an IOC-Präsident Thomas Bach. Dieser habe Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj bei einem Besuch im Juli Unterstützung zugesagt. "Was hat sich geändert?", sagte Hutzajt: "Nichts hat sich geändert. Es ist nur noch schlimmer geworden. So viele Städte sind zerstört, so viele Menschen - Frauen, Kinder - sind getötet worden."
Eine Entscheidung über einen möglichen ukrainischen Boykott der Spiele in Paris sei noch nicht gefallen. Derzeit würden ukrainische Athletinnen und Athleten für das Großereignis trainieren. Sollten russische und belarussische Sportler in Paris starten, bleibe ein Boykott eine Option.
Bach hatte Ende März die Empfehlung der IOC-Exekutive an die Weltverbände zur Wiedereingliederung der russischen und belarussischen Athletinnen und Athleten unter bestimmten Bedingungen verkündet, eine Entscheidung über deren Teilnahme an den Olympischen Spielen 2024 allerdings zurückgestellt. Die falle zu "gegebener Zeit", sagte Bach.
G.M.Castelo--PC