-
Waldbrände in Tolima werfen Fragen zu Landnutzung und Rohstoffinteressen auf
-
Merz stellt in Rovaniemi europäische Sicherheitsfragen in den Vordergrund
-
Kanadas Premier wirbt vor Europareise für engere Zusammenarbeit mit der EU
-
"Ich bin der Schwindel-Jäger": Trump weist Sicherheitswarnungen wegen KI zurück
-
Medien diskutieren internationale Grenzen für die Entwicklung leistungsfähiger KI
-
Höhere Kraftstoffpreise führen zu Forderungen nach Marktaufsicht und Entlastungen
-
Trump-Regierung streicht Klimaregeln für Kohle- und Gaskraftwerke
-
Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Leerdam legt Wettkampfpause ein
-
Hoher Sieg gegen Jaissle: Farke und Leeds weiter ungeschlagen
-
Hannover entlässt Trainer Titz - Wagner als Nachfolger?
-
Abgeordnetenhauswahl in Berlin: CDU und Linkspartei in neuer Umfrage gleichauf
-
Trotz zweifachem Rückstand: Bayern-Frauen schlagen Leverkusen
-
Trump sieht "Verschwörung" gegen KI und erklärt sich zur besten Kontrollinstanz
-
Oasis kündigen neue Welttournee für 2027 an - Britpop-Band kommt auch nach München
-
Bund will trotz Commerzbank-Übernahme durch Unicredit Aktionär bleiben
-
Flughafen auf Sizilien wegen Aktivität des Ätna vorübergehend geschlossen
-
EM: Volleyballer lösen Achtelfinal-Ticket
-
Presse: Trump-Regierung will Klimaregeln für Kohle- und Gaskraftwerke streichen
-
Huthi-Miliz im Jemen greift erneut Ziele in Saudi-Arabien an
-
MAD: Hybride Bedrohungslage in Deutschland weiter verschärft
-
Trump: Ukraine und Russland wollen keine Energieanlagen mehr angreifen
-
Baden-Württemberg: Seniorin landet mit Auto in Getränkeabteilung von Supermarkt
-
Litauen-Brigade: Erstmals sollen Bundeswehr-Soldaten verpflichtet werden
-
Bier und Kokain im Spiel: Fahrdienstleiter von Bahn in Schwarzwald bewusstlos
-
Hohe Spritpreise: SPD fordert Preisdeckel und Übergewinnsteuer
-
56-jähriger Jäger stirbt bei Jagd in Brandenburg
-
Kallas: Russischer Angriff auf Zug in Ukraine sollte dem Westen "Angst machen"
-
Trump sieht "kranke Verschwörung" gegen KI
-
"Verlässliche und bezahlbare Energie im Fokus": Reiche bei G20-Treffen in Texas
-
Frau in Ratzeburger Supermarkt erstochen: Verdächtiger vorläufig in Psychiatrie
-
Wadephul-Besuch in Budapest: "Ungarn und Deutschland schlagen neues Kapitel auf"
-
36-Jähriger will in Hamburg offenbar Bekannten retten und stirbt vor U-Bahn
-
"Bedrohung" durch Russland: Arktis-Gipfel fordert stärkere EU-Präsenz in der Region
-
Drei Tote bei Absturz von Kleinflugzeug in Nordrhein-Westfalen
-
Frauenleiche auf Trierer Dachboden versteckt: Besondere Schuldschwere festgestellt
-
USA blockieren Teilnahme von Irans Atombehördenchef an IAEA-Sitzung in Wien
-
Merz ruft Kritiker zu Disziplin auf - SPD besorgt über unionsinterne Debatte
-
Söder: Bund muss etwas gegen zu hohe Spritpreise unternehmen
-
Erstochener 74-Jähriger in Freiburg: Ermittlungen zu Tatmotiv dauern an
-
Ukraine-Krieg: Merz sieht entscheidende "Wochen oder Monate"
-
Mieten und Müll: Linke Eralp präsentiert Pläne als Berlins Bürgermeisterin
-
Pistorius reist in dieser Woche in die USA - Treffen mit Kollegen Hegseth geplant
-
Knapper Vorsprung für die Linke in Schweden - Wahlausgang noch offen
-
Wegen Tötungsdelikt gesucht: Paar an deutsch-niederländischer Grenze festgenommen
-
Kommunen sollen beim Bevölkerungsschutz gestärkt werden
-
Israels Kulturminister droht Machern von Gaza-Doku mit Entzug der Staatsangehörigkeit
-
Benzinpreis steigt auf weiteres Allzeithoch - Keine Entspannung am Ölmarkt in Sicht
-
Commerzbank-Übernahme: Klingbeil will Interessen Deutschlands klarstellen
-
Parteichefs aus Schottland, Wales und Nordirland betonen Recht auf Selbstbestimmung
-
Kontakte in russische Botschaft: Bundesanwaltschaft klagt mutmaßliche Spionin an
Argentiniens Präsident Milei sorgt vor Deutschland-Besuch erneut für Wirbel
Der umstrittene argentinische Präsident Javier Milei besucht am Wochenende Deutschland - und sein Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sorgt bereits im Vorfeld für Wirbel. Wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Freitag erklärte, wurden auf argentinischen Wunsch hin sowohl der Empfang Mileis mit militärischen Ehren als auch die gemeinsame Pressekonferenz aus dem Programm für Sonntag gestrichen. Vor seinem Besuch in Berlin besuchte Milei erneut Spanien - einen Monat, nachdem er in Madrid für einen diplomatischen Eklat gesorgt hatte.
Auf die Frage, warum die Bundesregierung in Berlin am Empfang Mileis festhalte, sagte Hebestreit: "Ich glaube, man kann es sich in der Weltpolitik nicht aussuchen, mit wem man zu tun hat." Beim Treffen Mileis mit dem Kanzler in Berlin soll es am Sonntag laut Bundeskanzleramt unter anderem um wirtschaftspolitische Themen gehen.
Zunächst war geplant, den ultrarechten argentinischen Präsidenten mit militärischen Ehren zu empfangen, zudem sollte nach dem Treffen mit Scholz eine Pressekonferenz stattfinden. Beides wurde jedoch abgesagt, was zu Spekulationen über Verstimmungen zwischen Buenos Aires und Berlin sorgte.
Hebestreit sagte dazu, es sei "ein inzwischen sehr kurzer Arbeitsbesuch", der nur noch "eine knappe Stunde oder gute Stunde" umfassen werde. Die Kürzungen seien "ausdrücklich auf Wunsch des argentinischen Präsidenten" geschehen. Die Bundesregierung habe sich dem Wunsch Mileis "gebeugt", keine Pressekonferenz abzuhalten, sagte Hebestreit.
Der selbsternannte "Anarcho-Kapitalist" Milei, der mit seiner von harten Einschnitten geprägten Politik in Argentinien für massive Proteste sorgt, will seinen Deutschland-Besuch am Samstag in Hamburg beginnen. Dort besucht er am Nachmittag eine Tagung der wirtschaftsliberalen Hayek-Gesellschaft, wo ihm die Hayek-Medaille verliehen werden soll. Auf der Veranstaltung tritt neben Milei unter anderen der rechtsgerichtete ehemalige Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, auf.
Der Preis soll das Andenken des 1992 gestorbenen Volkswirtschaftlers Friedrich August von Hayek ehren. Von Hayek gilt als Vordenker jener Wirtschaftspolitik, die ab den 1980er Jahren Staats- und Regierungschefs wie US-Präsident Ronald Reagan und die britische Premierministerin Margaret Thatcher betrieben - und die geprägt war durch Kürzungen von Sozialleistungen und staatlichen Investitionen sowie Steuersenkungen für Unternehmen und Wohlhabende.
Der seit vergangenem Dezember amtierende Rechtspopulist Milei hat Argentinien eine "Schocktherapie" verordnet, mit der er die galoppierende Inflation in den Griff und die Wirtschaft des südamerikanischen Landes voranbringen will. Er wertete den argentinischen Peso ab und kürzte drastisch die staatlichen Subventionen. Gegen seinen Kurs gibt es massive Proteste.
Vor seiner Berlin-Visite besuchte Milei am Freitag erneut Spanien - und löste auch dort Irritationen aus. Wie bei seinem vorherigen Besuch Mitte Mai war wieder kein Treffen mit dem sozialistischen spanischen Regierungschef Pedro Sánchez vorgesehen, stattdessen die Verleihung einer Auszeichnung durch die konservative Regionalpräsidentin von Madrid, Isabel Díaz Ayuso.
Aus diplomatischen Kreisen in Madrid hieß es, es sei "überraschend und unnormal", dass Milei nicht um ein Treffen mit Sánchez gebeten habe. Wie die spanische Zeitung "El País" berichtete, ließ das spanische Königshaus die Bitte Mileis um ein Treffen mit dem Monarchen Felipe VI. unbeantwortet. Verteidigungsministerin Margarita Robles sprach von einem "logischen" Schritt, da Milei sich gegenüber Regierungschef Sánchez "respektlos verhalten" habe.
Mitte Mai hatte Milei in Spanien an einer Versammlung der rechtsextremen Oppositionspartei Vox teilgenommen und dabei Sánchez' Frau Begoña Gómez als "korrupt" bezeichnet. Das sorgte für einen beispiellosen diplomatischen Eklat, die spanische Regierung rief ihre Botschafterin aus Buenos Aires zurück.
In Deutschland forderte der ehemalige Linken-Fraktionschef Gregor Gysi von Bundeskanzler Scholz, Milei bei seinem Besuch zur Einhaltung der Bürgerrechte in seinem Land zu drängen. Scholz müsse "in seinem Gespräch mit Milei entsprechend auf ihn einwirken", erklärte Gysi am Freitag. Mit einem Präsidenten wie Milei dürfe es "keine enge Zusammenarbeit Deutschlands geben".
Weiter sagte Gysi, Milei müsse "die Bürgerrechte und die Demokratie in Argentinien achten", andernfalls dürfe das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten - zu denen auch Argentinien gehört - nicht abgeschlossen werden.
C.Cassis--PC