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Bericht: 388 Millionen Christen weltweit mit Diskriminierung konfrontiert
Die Bedrohungslage für Christen hat einem aktuellen Bericht zufolge weltweit zugenommen. Im vergangenen Jahr waren mehr als 388 Millionen Christinnen und Christen "aufgrund ihres Glaubens mit starker Verfolgung und Diskriminierung konfrontiert", hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht der Organisation Open Doors. Dies seien acht Millionen Menschen mehr als im Vorjahr und ein "neuer Höchstwert", sagte David Haemerlin, Open Doors-Chef für Frankreich und Belgien, bei der Vorstellung des Berichts vor Journalisten in Paris.
Der Anstieg dieser Zahl bedeute nicht, "dass 388 Millionen Christen direkt verfolgt" würden, führte die Organisation aus. Vielmehr lebten sie "in Regionen mit starker Verfolgung".
Dem Bericht zufolge wurden binnen zwölf Monaten etwa 4800 Christen getötet, die meisten von ihnen in afrikanischen Ländern. Rund 4700 Christen wurden inhaftiert, knapp 23.000 verließen ihre Heimatländer. Im Zeitraum zwischen Anfang Oktober 2024 und Ende September 2025 wurden zudem rund 3600 Kirchen angegriffen.
Zu den Ländern, in denen Christen ihre Religion nur im Verborgenen ausüben können, zählen demnach Nordkorea, Somalia und der Jemen.
Die protestantische Organisation Open Doors stützt sich auf 84 Kriterien und etwa 5000 Mitarbeiter. Sie betont, ausschließlich Fälle aufzunehmen, in denen die Religionszugehörigkeit der Grund für Diskriminierung oder Gewalt ist. Die Organisation verwahre sich zudem gegen eine "politische Instrumentalisierung", sagte Haemerlin.
US-Präsident Donald Trump hatte sich im vergangenen Jahr auf Zahlen der Organisation berufen und mit einem militärischen Eingreifen in Nigeria gedroht mit der Begründung, dass dort Christen verfolgt würden.
Die katholische Hilfsorganisation Kirche in Not hatte im November geschätzt, dass 413 Millionen Christen in Ländern leben, in denen die Religionsfreiheit nicht respektiert wird. 280 Millionen Christen sind demnach direkt der Verfolgung ausgesetzt.
V.Dantas--PC