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Vorfälle bei Fallschirmjägern: Schon neun Soldaten entlassen
Die Bundeswehr hat nach den rechtsextremistischen und sexistischen Vorfällen bei den Fallschirmjägern in Zweibrücken bereits neun Soldaten entlassen. Vier weitere Entlassungen seien eingeleitet, sagte der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, am Mittwoch nach einer Sitzung des Bundestags-Verteidigungsausschusses. Insgesamt habe das Heer 19 Entlassungsverfahren beantragt.
Die Vorfälle waren Ende Dezember durch Meldungen von Soldatinnen des Fallschirmjägerregiments 26 in Zweibrücken beim Bundestags-Wehrbeauftragten bekannt geworden. Nach Angaben des Heers handelte es sich um "sexualisiertes Fehlverhalten, extremistische Verhaltensweisen und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz".
Es werde derzeit von 55 Beschuldigten ausgegangen, sagte Freuding. Neben den Entlassungsverfahren seien in 18 Fällen Disziplinarmaßnahmen verhängt und in 17 Fällen Verbote zur Dienstausübung ausgesprochen worden. Zudem wurden demnach 16 Fälle an die Staatsanwaltschaft abgegeben.
"Die Vorfälle haben mich tief betroffen gemacht", sagte Bundeswehr-Generalinspekteur Carsten Breuer nach der Ausschusssitzung. Diese seien "inakzeptabel". Möglichem Fehlverhalten werde "konsequent nachgegangen".
Er wolle ausdrücklich betonten: "Wir akzeptieren in der Bundeswehr weder sexuelle Gewalt oder Extremismus noch Drogenmissbrauch oder Diskriminierung", betonte Breuer. Sein Respekt hätten die Soldatinnen und Soldaten, die die Vorfälle gemeldet hätten - "sie haben "Verantwortung übernommen".
L.Torres--PC