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Prozess gegen Organisatoren von Tiananmen-Mahnwachen in Hongkong begonnen
In Hongkong hat am Donnerstag ein Prozess gegen drei Aktivisten begonnen, die jahrelang Mahnwachen zum Gedenken an die blutige Niederschlagung der Proteste auf dem Pekinger Tiananmen-Platz 1989 organisiert hatten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Mitgliedern der inzwischen aufgelösten Hongkong-Allianz "Anstiftung zum Umsturz" vor. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen Haftstrafen von bis zu zehn Jahren.
Die Hongkong-Allianz hatte drei Jahrzehnte lang das öffentliche Gedenken an die Niederschlagung der Proteste auf dem Pekinger Tiananmen-Platz organisiert. Jahr für Jahr nahmen am 4. Juni tausende Menschen an der Mahnwache im Hongkonger Victoria Park teil. 2020 wurde dann das Tiananmen-Gedenken in Hongkong verboten. Im selben Jahr erließ Peking zudem ein sogenanntes Sicherheitsgesetz, um gegen die Demokratiebewegung in Hongkong vorzugehen.
Nach der Festnahme der drei führenden Mitglieder, die nun vor Gericht stehen, löste sich die Hongkong-Allianz 2021 auf. Die 40-jährige Chow Hang-tung und der 68-jährige Lee Cheuk-yan, die schon seit 2021 in Haft sind, plädierten zum Prozessauftakt am Donnerstag auf nicht schuldig. Der dritte Angeklagte, der 74-jährige Albert Ho, bekannte sich schuldig.
A.S.Diogo--PC