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Mecklenburg-Vorpommern: AfD stellt Landesliste auf - Grüne und FDP ebenfalls
Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern hat ihre Landesliste für die Landtagswahl im September aufgestellt. Die Partei wählte am Samstag auf einer Aufstellungsversammlung in Neubrandenburg den Landtagsabgeordneten Enrico Schult zum Spitzenkandidaten, der sich gegen Landtagsfraktionschef Nikolaus Kramer durchsetzte. In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September ein neuer Landtag gewählt.
Der Kandidatenaufstellung bei der AfD ging ein interner Machtkampf voraus. Bereits im November wählte der Landesverband seinen Kovorsitzenden Leif-Erik Holm zum Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten. Holm selbst verzichtete auf die formale Spitzenkandidatur. Er bewirbt sich als Direktkandidat in jenem Schweriner Wahlkreis, in dem auch Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) antreten will.
Nach internen Absprachen sollte Schult auf Platz eins der Landesliste gewählt werden. Kurz vor der Wahlversammlung warf dann auch Kramer seinen Hut in den Ring.
Neben der AfD stellten auch die Grünen und die FDP in Mecklenburg-Vorpommern am Samstag ihre Landeslisten auf. Die Grünen wählten auf einer Landeswahlversammlung in Schwerin die Bundestagsabgeordnete Claudia Müller und den Landesvorsitzenden Ole Krüger zum Spitzenduo. Für die FDP, die ihre Landesliste in Binz auf Rügen aufstellte, soll Jakob Schirmer den Landtagswahlkampf führen.
Die CDU geht mit ihrem Landes- und Fraktionschef Daniel Peters als Spitzenkandidat ins Rennen. Die Linkspartei plant für den 14. März in Rostock ihren Listenparteitag. Die SPD will ihre Landesliste im Juni aufstellen. Das BSW nannte noch keinen Termin.
Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern findet am 20. September zeitgleich mit der Abgeordnetenhauswahl in Berlin statt. Auch in weiteren Bundesländern werden dieses Jahr neue Landesparlamente gewählt - in Baden-Württemberg am 8. März, in Rheinland-Pfalz am 22. März sowie in Sachsen-Anhalt am 6. September.
Eine Umfrage vom September sah die AfD in Mecklenburg-Vorpommern mit 38 Prozent klar auf Platz eins vor der regierenden SPD von Schwesig mit 19 Prozent. Schwesig führt derzeit eine Koalition aus SPD und Linkspartei. Die CDU kam in der Umfrage auf 13 Prozent, die Linke auf zwölf Prozent, die Grünen erreichten fünf Prozent. Die FDP würde aus dem Landesparlament ausscheiden. Das BSW wurde bei sieben Prozent gesehen.
A.Silveira--PC