-
SPD-Präsidium verteidigt vor Kabinettsklausur Sondervermögen gegen Kritik
-
Neuer britischer Premier Burnham unternimmt erste Auslandsreise am Montag nach Kiew
-
Regierungspartei siegt wie erwartet bei Parlamentswahl in Kasachstan
-
EU-Abgeordneter Glucksmann kandidiert bei Präsidentschaftswahl in Frankreich
-
Selenskyj: Ukraine war nicht an Anschlägen auf Nord-Stream-Pipelines beteiligt
-
Abschluss der 250-Jahr-Feierlichkeiten: Trump veranstaltet Autorennen in Washington
-
Palast: Gesundheitszustand von Norwegens König Harald V. hat sich verschlechtert
-
Freiburg siegt souverän in Düsseldorf
-
Hunderte Asylsuchende sollen auf griechische Ägäisinseln verlegt werden
-
"Der helle Wahnsinn": Hockey-Männer buchen das Halbfinale
-
Sieg gegen Australien: Hockey-Männer buchen das Halbfinale
-
Nordische und baltische Staats- und Regierungschefs zu Solidaritätsbesuch in Kiew
-
15-Jähriger soll eigenen Vater getötet haben: Untersuchungshaft wegen Mordverdachts
-
Debatte um Unterstützung durch BSW: AfD-Bundeschef Chrupalla zurückhaltend
-
Geglücktes Lustrinelli-Debüt: Union müht sich in zweite Runde
-
Gladbach mit lockerem Sieg beim Fünftligisten Schott Mainz
-
Schneller Tietz-Hattrick: Mainz ohne Probleme auf dem Dorf
-
Norris gewinnt erneut - Horror-Heimspiel für Verstappen
-
Reit-WM: Deutsches Spring-Trio verpasst Podium zum Abschluss
-
Abschluss der 250-Jahr-Feierlichkeiten: Autorennen in Washington
-
Selenskyj warnt vor Spaltung der Ukraine durch Wahlen im Krieg
-
Tausende Schweden demonstrieren vor Parlamentswahl für mehr Klimaschutz
-
Deutschland Tour: Del Toro feiert Gesamtsieg
-
Diamond League: Ansah chancenlos - Hummel stark
-
Merz verteidigt Kurs vor Kabinettsklausur: "Wir lassen uns nicht beirren"
-
Ukraine nimmt nach Wildberries auch russischen Onlinehändler Ozon ins Visier
-
DFB-Kontrollausschuss untersucht Ausschreitungen in Mannheim
-
AfD-Chefin Weidel will aus Euro aussteigen und Deutschlands Grenzen "zumachen"
-
Humanoide Roboter brechen bei Weltmeisterschaften in China menschliche Rekorde
-
Heftiger Unfall: Verstappen fliegt in Zandvoort ab
-
Drei Verletzte bei koordinierten Brandanschlägen im Süden Thailands
-
Heidenheim blamiert sich im DFB-Pokal
-
FIFA-Machtkampf: Der Norden gegen Infantino
-
Konzernchef Blume nennt Lage bei VW "mehr als kritisch"
-
Rheinpegel erholen sich von Tiefstständen - Niveau aber weiterhin niedrig
-
Betrunkener greift zu Akku-Schere - Hecke von Anwohner in Lüneburg verunstaltet
-
"Tsunami für das Land": Selenskyj warnt vor Spaltung der Ukraine durch Wahlen im Krieg
-
Fußballer des Jahres: Kane, Gwinn und Kompany geehrt
-
Gesundheitsminister will nicht bei Rentenansprüchen pflegender Angehöriger sparen
-
Präsident Peseschkian: Iran "hat gerade mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen"
-
Hinweise auf Markteinführung von selbstfahrendem Taxi von Tesla verdichten sich
-
Nach Vorwürfen des Drogenhandels: Mexikanischer Gouverneur lässt Amt erneut ruhen
-
Gewerkschaft droht mit Streik in Bahnverkehr - Gesetz zu Sicherheit muss kommen
-
Mihambo muss nach Verletzung Saison beenden
-
Selenskyj: Wahlen im Krieg würden die Ukraine "spalten"
-
Frau an Alsterwanderweg in Hamburg getötet: Polizei fasst 22-jährige Verdächtige
-
Segeljacht kentert vor Büsum: Drei Schiffbrüchige aus Nordsee gerettet
-
Kasachstan wählt erstmals nach Verfassungsreform neues Parlament
-
Mann fährt auf Autodach mit: Polizei stoppt riskante Tour in Baden-Württemberg
-
Masters in Cincinnati: Pegula fordert Gauff, Premiere für Fils
Misstrauensanträge gegen Senatorinnen von Linkspartei in Bremen gescheitert
In Bremen sind die Oppositionsparteien CDU und FDP mit Misstrauensanträgen gegen Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard und Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (beide Linke) gescheitert. Die Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei stimmte in der Bürgerschaft am Mittwoch geschlossen dagegen, so dass die nötige Mehrheit nicht erreicht wurde. Hintergrund sind Debatten um das Verhältnis der Bremer Linkspartei zu linksextremen Gruppierungen. CDU und FDP werfen der Partei mangelnde Abgrenzung vor.
Aus den Reihen der Regierungskoalition wurden die Misstrauensanträge als politische Inszenierung kritisiert. Es gebe keinen Anlass, ernsthaft an der "demokratischen Verlässlichkeit" von Bernhard und Vogt zu zweifeln, sagte Bürgermeister Andrea Bovenschulte (SPD). Beide leisteten seit sechseinhalb Jahre "untadelige Arbeit", seien fachlich versiert sowie parteiübergreifend anerkannt. Der Fraktionschef der Linken, Nelson Janßen, sprach vom "Missbrauch eines parlamentarischen Instruments".
Die CDU-Fraktionsvorsitzende Wiebke Winter warf der Linken in der Debatte dagegen vor, Linksextremismus "zumindest" offen zu tolerieren. Sie sei als Regierungspartei "nicht mehr tragbar". FDP-Fraktionschef Thore Schäck sagte in der Bürgerschaft, eine Regierungspartei müsse den Staat vertreten und schützen. Es sei daher "ein Problem", wenn die Linke etwa Bewertungen des Verfassungsschutzes nicht oder nur selektiv akzeptiere.
Die Opposition wirft der Linken vor, sich mit als linksextremistisch eingeschätzten Gruppen zu solidarisieren und diese zu verharmlosen. Es geht speziell um das Netzwerk Interventionistische Linke (IL) und die Rote Hilfe, die vom Bremer Landesverfassungsschutz dem gewaltorientierten Linksextremismus zugerechnet werden. Unter anderem wurde bekannt, dass ein Mitarbeiter der Linken-Bürgerschaftsfraktion IL-Mitglied sein soll.
Zudem trat zuletzt ein von der Linken nominierter stellvertretender Richter am Staatsgerichtshof unter öffentlichem Druck zurück, der bei der Enttarnung eines mutmaßlichen V-Manns des Verfassungsschutzes bei der Bremer IL durch Aktivisten anwesend gewesen sein soll. Persönliche Vorwürfe gegen die Senatorinnen Bernhard und Vogt erhebt aber auch die Opposition nicht, es geht allein um die Positionierung ihrer Partei.
SPD-Fraktionschef Mustafa Güngör bezeichnete die Misstrauensanträge vor diesem Hintergrund als "Theateraufführung". Zugleich kritisierten er und Bovenschulte in der Bürgerschaft die Bremer Linke aber für ihren Haltung zur IL. Erst am vergangenen Wochenende hatte diese durch einen Beschluss auf einem Landesparteitag nochmals ihre Positionierung bekräftigt. Bovenschulte bezeichnete diesen am Mittwoch als "falsch".
Auch Grünen-Fraktionschef Emanuel Herold rief den Koalitionspartner zur kritischeren Auseinandersetzung mit den Positionen der IL auf. Darin finde sich "die Rhetorik der Verächtlichmachung" von repräsentativer Demokratie und Parteien. Die Misstrauensanträge seien gleichwohl "unangemessen und irritierend". Auch sei die kritische Begleitung der Arbeit von Verfassungsschutzbehörden grundsätzlich legitim, sagte er.
An den Abstimmungen beteiligten sich 86 der nominell 87 Abgeordneten der Bürgerschaft. Für die Anträge stimmten in getrennten Wahlgängen 39 sowie 38 Parlamentariern, dagegen 47 beziehungsweise 48. Die Koalition aus SPD, Grünen und Linkspartei hat nominell 48 Sitze, die Opposition 39.
In Bremen kann das Landesparlament laut Verfassung einzelne Senatoren abwählen. Vergleichbare Regeln gibt es in anderen Bundesländern oder auf Bundesebene so nicht. Dort kann nur dem Regierungschef - und damit zugleich seinem gesamten Regierungsteam - das Vertrauen entzogen werden.
M.Gameiro--PC