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Iran und Oman berichten nach jüngsten Gesprächen mit den USA von "Fortschritten"
Nach der jüngsten Runde indirekter Gespräche zwischen den USA und dem Iran haben die iranische Seite wie auch der Vermittler Oman übereinstimmend von "Fortschritten" berichtet. Bei den Gesprächen in Genf seien "sehr gute Fortschritte" erzielt worden, sagte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi am Donnerstagabend im Staatsfernsehen seines Landes. Es sei "sehr ernsthaft über die Elemente eines Abkommens" zur Atomfrage und den gegen den Iran verhängten Sanktionen gesprochen worden.
Auch Omans Außenminister Badr Albusaidi teilte im Onlinedienst X mit, es habe "bedeutenden Fortschritt" gegeben. Konkreter äußerte er sich nicht. Von US-Seite lagen zunächst keine Äußerungen zum Verlauf der Gesprächsrunde vor.
Albusaidi kündigte an, die Gespräche sollten in der kommenden Woche in Wien auf Experten-Ebene fortgesetzt werden. Laut Araghtschi sollen die Expertengespräche am Montag stattfinden. Daran sollen nach seinen Angaben auch Fachleute der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) teilnehmen, die in Wien ihren Sitz hat. Auch die nächsten Gespräche auf politischer Ebene sollten schon bald stattfinden, "vielleicht in weniger als einer Woche", fügte der iranische Außenminister hinzu.
US-Präsident Donald Trump droht Teheran mit einem Militäreinsatz, sollte es bis Anfang März nicht zu einer Einigung kommen. Während Teheran die Gespräche thematisch auf das iranische Atomprogramm und die gegen den Iran verhängten Sanktionen beschränken will, verlangt Washington die inhaltliche Einbeziehung des iranischen Raketenprogramms und der Unterstützung Teherans für militante Gruppen im Nahen Osten wie die Hamas und die Hisbollah.
Um den Druck auf den Iran zu erhöhen, hatten die USA in den vergangenen Wochen ihre Militärpräsenz in der Region extrem verstärkt und Flugzeugträger sowie Kriegsschiffe an den Golf verlegt.
Die westlichen Staaten werfen dem Iran seit Langem vor, den Bau der Atombombe anzustreben. Teheran streitet dies ab und pocht auf sein Recht, den Atomsektor für zivile Zwecke auszubauen. Das internationale Abkommen von 2015 zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms hatte Trump 2018 während seiner ersten Amtszeit einseitig aufgekündigt, weil er es für nicht robust und umfassend genug hielt. Danach ließ er massive Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft setzen.
A.Aguiar--PC