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Japans Regierungschefin Takaichi gegen Öffnung des Kaiserthrons für Frauen
Japans neue Regierungschefin Sanae Takaichi hat sich gegen eine Öffnung des Kaiserthrons für Frauen ausgesprochen. Ein Expertengremium habe es 2021 als "angemessen" eingestuft, die Thronfolge auf männliche Nachkommen der kaiserlichen Familie zu beschränken, sagte Takaichi am Freitag vor dem Parlament in Tokio. "Die Regierung und auch ich selbst respektieren diese Einschätzung", sagte Takaichi, die als erste Frau an der Spitze der japanischen Regierung steht.
In Japan dürfen nur Männer den Thron besteigen. Die Tochter von Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako, Prinzessin Aiko, kann daher nicht Kaiserin werden. Auf Platz eins und zwei der Thronfolge stehen der jüngere Bruder von Kaiser Naruhito, Kronprinz Akishino, und dessen Sohn, Prinz Hisahito. Auch Hisahitos ältere Schwestern werden übergangen.
In Japan wird seit Jahrzehnten immer wieder über die strenge Thronfolgeregelung diskutiert. Umfragen zufolge sind die allermeisten Japanerinnen und Japaner offen für eine Frau an der Spitze des Kaiserhauses. Vor allem Takaichis konservative Regierungspartei will jedoch strikt an der patrilinearen Thronfolge festhalten.
C.Cassis--PC