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Merz beginnt Treffen mit Trump im Oval Office - Gespräche über Iran
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat seine Gespräche mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus begonnen. Beide nahmen am Dienstagvormittag (Ortszeit) vor dem Kamin im Oval Office Platz. Trump nannte Merz einen "Freund", den er "in sehr interessanten Zeiten" treffe. "Unsere Länder kommen gut miteinander aus", sagte Trump und kündigte an, dass beide Seiten auch über den Iran sprechen würden. Er freue sich auf das Treffen.
Merz bedankte sich für die Einladung ins Oval Office "in diesen herausfordernden Zeiten". Beim Thema Iran stünden Deutschland und die USA auf der selben Seite. Merz sagte aber auch, er und Trump müssten auch über die Ukraine sprechen.
Merz betrat das Weiße Haus durch einen Seiteneingang und wurde nicht wie erwartet von Präsident Donald Trump an der Vordertür des Westflügels empfangen. Er wollte sich darauf ins Gästebuch eintragen, bevor das Treffen im Oval Office begann.
Merz ist der erste europäische Regierungsvertreter, der seit Beginn des Iran-Kriegs am Samstag mit Trump zusammenkommt. Mit Trump war ein rund halbstündiges Gespräch im Oval Office geplant. Daran schließt sich ein Mittagessen im Cabinet Room, dem Konferenzraum der US-Regierung, an. An diesem sollten auch US-Außenminister Marco Rubio und Finanzminister Scott Bessent teilnehmen.
Der Kanzler hatte am Sonntag grundsätzlich das militärische Vorgehen Israels und der USA gegen den Iran verteidigt und dabei unter anderem auf die Bedrohung durch das iranische Atom- und Raketenprogramm verwiesen. Er betonte vor dem Hintergrund von Vergeltungsangriffen Irans in der Region aber gleichzeitig, das Vorgehen sei "nicht ohne Risiko" und drängte auf die Vorbereitung einer Lösung nach der militärischen Auseinandersetzung.
Merz war am Montagabend in Washington eingetroffen. Am Dienstagmorgen hatte er zunächst Gespräche mit Wirtschaftsvertretern geführt. Nach dem Termin mit Trump will Merz ein Statement abgeben (ca. 13.40 Uhr Ortszeit, 19.40 MEZ).
Es ist der dritte Besuch von Merz als Kanzler in Washington. Er war Anfang Juni vergangenen Jahres zunächst zu seinem Antrittsbesuch zu Trump gereist. Mitte August nahm er in der US-Hauptstadt dann mit anderen europäischen Staats- und Regierungschefs an einem Gipfel zur Ukraine teil.
P.Sousa--PC