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EU-Außenminister gedenken im ukrainischen Butscha des Massakers vor vier Jahren
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und weitere EU-Vertreter haben bei einem Besuch in der ukrainischen Stadt Butscha des dortigen Massakers vor vier Jahren gedacht. "Butscha steht als Symbol für unzählige weitere russische Kriegsverbrechen", erklärte Wadephul am Dienstag nach seiner Ankunft in der Ukraine. "Wohin auch immer Putins Russland geht, dahin kommen Mord und Barbarei." Der Jahrestag zeige, dass "Sicherheit weiterhin nicht mit, sondern nur gegen Putins Russland möglich ist".
Das informelle Treffen in der Ukraine sei "ein klares Signal an Russland: Die Verantwortlichen für diesen Krieg und die begangenen Verbrechen dürfen nicht ungestraft davonkommen - das schulden wir den Opfern, ihren Familien und Freunden", fügte Wadephul hinzu.
Nach Angaben aus Kiew nahmen neben Wadephul Vertreter aller EU-Mitgliedstaaten an dem Gedenken teil, darunter die Außenminister aus Bulgarien, Irland, Italien, Polen, Rumänien, Schweden und den baltischen Staaten sowie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.
Die EU-Außenminister bekräftigten in einer gemeinsamen Erklärung ihr "unerschütterliches Engagement", um dafür zu sorgen, dass Moskau für das Massaker in Butscha zur Rechenschaft gezogen werde.
Der russischen Armee wird vorgeworfen, zu Beginn des Ukraine-Kriegs in Butscha - einem Vorort der Hauptstadt Kiew - hunderte Zivilisten getötet zu haben. Die russischen Truppen zogen sich dann am 31. März 2022 aus Butscha zurück. Zwei Tage später wurde das Massaker bekannt. Moskau streitet bis heute ab, für die Gräueltaten verantwortlich zu sein.
Neben dem Gedenken an das Massaker von Butscha sollte es bei dem Besuch der EU-Vertreter auch um die weitere Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkrieg gegen die russischen Angriffstruppen gehen.
Derzeit wird ein bereits im Dezember von der EU beschlossener Hilfskredit in Höhe von 90 Milliarden Euro durch den ungarischen Regierungschef Viktor Orban blockiert. "Wir werden weiterhin militärische, finanzielle, energiebezogene und humanitäre Unterstützung leisten", erklärte Kallas im Vorfeld ihres Ukraine-Besuchs im Onlinedienst X.
E.Raimundo--PC