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Bayern will im Bundesrat Änderungen bei der Gesundheitsreform erreichen
Bayern will im Bundesrat Änderungen an der geplanten Gesundheitsreform der Bundesregierung erreichen. Dafür würden umfangreiche Änderungsanträge in der Länderkammer eingereicht, kündigte die bayerische Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) in der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwochsausgabe) an. Sollten die Pläne der Bundesregierung bestehen bleiben, drohen ihrer Ansicht nach längere Wartezeiten bei Arztbesuchen.
Es dürfe nicht zu einer zu großen Belastung der Haus- und Fachärzte mit negativen Folgen für die Patienten kommen, sagte Gerlach. "Es dürfen nicht zu viele Aufgaben auf die Ärzte verlagert werden. Sonst drohen zum Beispiel längere Wartezeiten auf Arzttermine."
Um den Kassen tatsächliche Kostensenkungen zu ermöglichen, forderte die CSU-Politikerin zudem eine massive Förderung ambulanter Operationen. Sie verwies auf Untersuchungen, wonach das Potenzial bei mehr als vier Millionen Behandlungsfällen pro Jahr liege. "Daraus ergeben sich bei einem konsequenten Vorgehen mögliche Einsparungen in der gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von rund acht Milliarden Euro pro Jahr", sagte Gerlach.
Die Bundesregierung will mit ihrer Gesundheitsreform für das kommende Jahr Entlastungen für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) in Höhe von 16,3 Milliarden Euro erreichen. Dadurch soll ein weiterer Anstieg der Kassenbeiträge verhindert werden.
S.Caetano--PC