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Bayerns langjähriger Kultusminister Maier mit 94 Jahren gestorben
Bayerns langjähriger Kultusminister Hans Maier (CSU) ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Mit ihm verliere der Freistaat Bayern "einen großen Gelehrten und Staatsmann", erklärte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in München. Maier habe insbesondere die Bildungslandschaft jahrzehntelang geprägt und wesentliche Grundlagen für die Spitzenstellung Bayerns als Wissenschafts- und Bildungsstandort gelegt.
Maier war auch außerhalb Bayerns bundesweit bekannt. Neben seiner Ministertätigkeit war er viele Jahre Präsident des Zentralkomitees deutscher Katholiken. In seiner von 1970 bis 1986 dauernden Amtszeit als bayerischer Kultusminister war er zudem zweimal Präsident der Kultusministerkonferenz (KMK).
Der bis ins hohe Alter agile Maier meldete sich noch im vergangenen Jahr in der Debatte um die Verteilung der Sommerferien zwischen den Bundesländern zu Wort, nachdem Söder Änderungen an dem Schema, dass Bayern als letztes Bundesland in die Ferien startet, kategorisch abgelehnt hatte.
Nach Maiers Darstellung in der "Süddeutschen Zeitung" war die 1971 festgelegte Verteilung ein Opfer des Freistaats - damals habe kein Bundesland an den Ferienschluss gewollt, er habe als Vorsitzender der KMK mit dem Angebot die verhärtete Debatte wieder in Gang bringen wollen. "Das wurde in der damaligen Situation geradezu als Befreiung empfunden, als ein bayerisches 'Opfer' für das Gemeinwohl", schrieb Maier.
Maier wurde 1931 in Freiburg im Breisgau geboren. Er gab sein Ministeramt 1986 auf, weil der damalige Ministerpräsident Franz Josef Strauß (CSU) sein Ministerium in zwei Ressorts aufteilte. Im Anschluss an die politische Laufbahn übernahm Maier an der Ludwig-Maximilians-Universität München bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1999 den Guardini-Lehrstuhl für christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie.
Maier war Träger des Bayerischen Verdienstordens, des Großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland sowie des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst. Der Witwer hinterlässt sechs Töchter.
P.Queiroz--PC