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Scheidender britischer Premier Starmer sichert Nachfolger Burnham Unterstützung zu
Der scheidende britische Premierminister Keir Starmer hat seinem designierten Nachfolger Andy Burnham seine "uneingeschränkte Unterstützung" zugesichert. "Ich werde meine Unterstützung privat geben, wenn sie erbeten wird, und nicht öffentlich, wenn sie nicht erbeten wird", sagte Starmer am Mittwoch bei seiner letzten wöchentlichen Befragung als Regierungschef durch Abgeordnete im britischen Parlament. "Ich möchte, dass diese Labour-Regierung ein Erfolg wird."
Der leidenschaftliche Fußballfan Starmer verabschiedete sich vom britischen Unterhaus mit dem Hinweis, er habe am Abend eine Verabredung mit seinem Fernseher für das WM-Halbfinale zwischen England und Argentinien. Die Abgeordneten reagierten mit lautstarkem Applaus.
Starmer hatte am 22. Juni seinen Rückritt angekündigt. Er war 2024 durch einen Erdrutschsieg seiner sozialdemokratischen Labour-Partei ins Amt des Premierministers gekommen, hatte aber schnell an Beliebtheit eingebüßt. Bei den Regional- und Kommunalwahlen im Mai hatte Labour eine schwere Schlappe hinnehmen müssen und stand seitdem noch mehr unter Druck - vor allem angesichts der Erfolge der rechtspopulistischen Partei Reform UK. Seither verstummten die Rufe nach einem Rücktritt Starmers auch in den eigenen Reihen nicht mehr.
Burnham dürfte am Freitag zum neuen Labour-Vorsitzenden gekürt werden - und drei Tage später das Amt des Premierminister übernehmen, das in Großbritannien traditionell an den Parteivorsitz gekoppelt ist. Damit könnte Burnham am kommenden Montag Starmer als Premierminister in der Downing Street 10 ablösen. Burnham wäre somit Großbritanniens siebter Premierminister in zehn Jahren.
Burnham ist anders als Starmer in Großbritannien sehr beliegt: Der heute 56-Jährige wurde drei Mal hintereinander zum Bürgermeister des Großraums Manchester gewählt, was ihm den Spitznamen "König des Nordens" einbrachte. Ende Juni war er als Abgeordneter für den nordenglischen Wahlkreis Makerfield ins Unterhaus eingezogen, um für das Amt des Parteichefs kandidieren zu können - und hatte dabei auch die rechtspopulistische Partei Reform UK von Nigel Farage deutlich abgehängt.
F.Cardoso--PC