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Nach Rücktritt von Bildungsminister: Indische Kakerlaken-Bewegung beendet Proteste
Die sogenannte Kakerlaken-Bewegung (CJP) in Indien hat nach tagelangen Kundgebungen gegen die Missstände im Bildungssystem ihren Protest eingestellt. Die Regierung habe alle ihre Forderungen "akzeptiert", erklärte CJP-Sprecher Ashutosh Ranka am Samstag. "Wir fordern die Demonstranten auf, sich zurückzuziehen und friedlich nach Hause zu gehen", fügte er nach einem Treffen mit Regierungsvertretern hinzu.
Kurz zuvor hatte Indiens Bildungsminister Dharmendra Pradhan seinen Rücktritt verkündet. Pradhan kam damit einer Forderung der CJP nach. Die Demonstranten brachen nach Bekanntwerden des Rücktritts des Ministers in Jubel aus. "Wir haben es geschafft", sagte CJP-Gründer Abhijeet Dipke.
Oppositionsführer Rahul Gandhi, der den Protest unterstützt hatte, bezeichnete Pradhans Rücktritt als "großen Schritt". Regierungschef Narendra Modi forderte er auf, sich bei den Protestierenden zu entschuldigen. Bei den Kundgebungen war es zu gewaltsamen Zusammenstößen mit der Polizei gekommen.
Am Samstag hatte es eine neue Gesprächsrunde von führenden CJP-Vertretern mit der Regierung gegeben. Gespräche am Montag und Freitag waren ergebnislos geblieben.
Die Kakerlaken-Bewegung war im Mai zunächst als satirische Reaktion auf Äußerungen des Obersten Richters Surya Kant entstanden, der junge Regierungskritiker während einer Anhörung Berichten zufolge mit "Kakerlaken" und "Parasiten" verglichen hatte. Inzwischen fordert die Bewegung auch mehr Arbeitsplätze und Chancen für junge Menschen und kritisiert Modis Regierungsstil als zunehmend autoritär.
Die Proteste gelten als eine der größten innenpolitischen Herausforderungen für den hindu-nationalistischen Regierungschef seit dem Beginn seiner dritten Amtszeit im Jahr 2024.
V.Dantas--PC