-
Palast: Charles III. wird sich auf Karibikreise "dunkelsten Tagen" der Kolonialherrschaft stellen
-
Lettland wählt neues Parlament unter Druck russischer Bedrohung
-
Festakt mit Steinmeier und Merz zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen
-
Argentinien bietet Ausländern im Gegenzug für Investitionen Staatsbürgerschaft an
-
Ostbeauftragte Kaiser: Zeit ist reif für Bundespräsidentin aus Ostdeutschland
-
Kritik an brasilianischer Justiz wegen Einmischung in TV-Debatte vor Präsidentschaftswahl
-
Wiedersehen mit Italien: Zidanes Frankreich lässt Punkte liegen
-
EuroLeague: FC Bayern verliert erstes Heimspiel
-
735 Schulen in Frankreich von Protesten betroffen - Regierung nimmt Eltern in die Pflicht
-
Medien: Trump will Geheimdienstchef Clayton zum KI-Berater ernennen
-
G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Rohöl und Diesel frei - Ölpreise fallen
-
Bundespräsident Steinmeier reist am Donnerstag zu Staatsbesuch nach Frankreich
-
DFB-Team ohne Gnabry nach Griechenland
-
Studie offenbart Gewinne des niederländischen Königshauses durch Kolonialismus
-
Kiews Bürgermeister Klitschko beschreibt Lage nach Angriffen auf Brücke als "sehr dramatisch"
-
Djokovic verlängert Peking-Siegesserie - nun gegen Zverev?
-
Treibstoffpreise: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei
-
Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni wird neu untersucht
-
Macron: G7 geben bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl frei
-
Feierlichkeiten zu Tag der Deutschen Einheit in Bremen begonnen
-
Spanisches Parlament lehnt Regierungspläne gegen Wohnungsnot ab
-
Flydubai-Pilot schildert Angriff: "Konnte all diese Menschen nicht sterben lassen"
-
Gedenkort nach CSD-Anschlag: Regenbogenbank in Berliner Tiergarten beschmiert
-
Nach Angriff auf SPD-Politiker Ecke in Dresden: Drei Angeklagte kommen vor Gericht
-
Sonderermittlerin soll mutmaßliche Gruppenvergewaltigung an US-Eliteuni untersuchen
-
G7 beraten über hohe Treibstoffpreise - EU "bereit" für gemeinsames Handeln
-
US-Arbeitsmarkt schwächelt im September
-
Schweizer Präsident Parmelin gibt Regierungsposten zum Jahresende auf
-
Übertragungsfehler bei Wahl in Berlin: Weniger Parlamentssitze als angenommen
-
"Spiegel": Steinmeier greift in Koalitionsstreit ein - Regierung sieht sich "handlungsfähig"
-
Bayern: Mehr als sechs Jahre Haft für Syrer wegen Einschleusens von Ausländern
-
Früherer ARD-Russlandkorrespondent Albrecht Reinhardt gestorben
-
Auch im September nur etwa jeder zweite Fernzug der DB pünktlich
-
Nach Explosion im Grenzgebiet: Kim-Schwester bezeichnet Südkorea als "abscheulich"
-
Mutter von Drillingen erstochen - Ehemann in Osnabrück wegen Mordes verurteilt
-
Sprecher: Regierung zu Einigung bei Zuckersteuer "in guten Gesprächen"
-
Kaufhauskette Galeria: Vierte Insolvenz binnen sechs Jahren
-
Schleuser in Bayern zu drei Jahren Haft verurteilt
-
Albaniens Regierungschef: EU belügt die Ukraine hinsichtlich eines EU-Beitritts
-
Verkehrschaos in Kiew nach russischen Drohnenangriffen auf wichtige Brücke
-
Freigabe strategischer Ölreserven: EU "bereit für gemeinsames Handeln"
-
Nach Schuldspruch: City legt Berufung im Finanzverfahren ein
-
Flexiblere Schlichtungsverfahren: Fluggäste sollen schneller entschädigt werden
-
Frankreichs Bildungsminister: Eltern sollen Schüler von Protesten abhalten
-
Kaufhauskette Galeria meldet erneut Insolvenz an
-
Linken-Fraktionschef Pellmann tritt Roter Hilfe bei
-
Spaniens Parlament stimmt über Dekrete gegen Wohnungsnot ab - Mehrheit ungewiss
-
Schwedens Wahlsiegerin Andersson unternimmt zweiten Anlauf zur Regierungsbildung
-
Hamburger Volksentscheid über Grundeinkommen wird nicht wiederholt
-
Leclerc gewinnt zweites Training - Mercedes unauffällig
Debatte um Migration und Grenzsicherung nach Ankunft zehntausender Menschen in Ceuta
Die Ankunft von zehntausenden Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika hat in der EU eine Debatte über Migration und Grenzkontrollen ausgelöst. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) etwa forderte Spanien am Freitag auf, dafür zu sorgen, "dass der europäische Außengrenzschutz gewährleistet ist". Italien setzte das Schengen-Abkommen mit Spanien vorerst aus. US-Präsident Donald Trump sagte, die "schrecklichen" Bilder seien eine Warnung für die Vereinigten Staaten vor den Kongresswahlen.
In den vergangenen Tagen hatten rund 60.000 Menschen das an Marokko angrenzende Ceuta erreicht, wie der Präsident von Ceuta, Juan Jesús Vivas, bekanntgab. Mindestens 34 Migranten seien ums Leben gekommen. Es ist die größte Zahl von nach Ceuta gekommenen Migranten seit 2021. Ceuta zählt rund 87.000 Einwohner.
Bis zum frühen Freitagabend kehrten mehr als 48.000 Migranten nach Marokko zurück, wie das spanische Innenministerium mitteilte. Laut einem EU-Beamten gelangte bislang keiner der Migranten auf den Boden des europäischen Kontinents.
Reporter der Nachrichtenagentur AFP hatten hunderte Menschen dabei beobachtet, wie sie um eine Grenzbarriere mit Marokko herumschwammen, um Ceuta zu erreichen. Einige Migranten gaben an, sie hätten gehört, "die Grenze sei geöffnet worden".
Spaniens linksgerichteter Regierungschef Pedro Sánchez wertete die Ereignisse als "Angriff" auf das spanische Staatsgebiet. Bei einem Besuch der Exklave sprach er von Gerüchten, die von der "Schleusermafia" infolge eines Gerichtsurteils in Spanien zur Einwanderung verbreitet worden seien. Sánchez bezog sich auf ein Urteil des spanischen Obersten Gerichtshofs von Anfang dieses Monats, wonach die sofortige Rückführung von Migranten, welche die Grenze illegal überqueren, nicht für diejenigen gilt, die auf dem Seeweg ankommen.
Die spanische Regierung entsandte laut dem Innenministerium "zum Aufrechterhalten der Sicherheit" Soldaten in die Exklave. Die marokkanischen Behörden äußerten sich zu den Ereignissen bislang nicht öffentlich. Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska bezeichnete die Zusammenarbeit mit Marokkos Behörden als "vorbildlich".
Ceuta erstreckt sich über gut 18 Quadratkilometer. Ceuta und die spanische Exklave Melilla bilden die einzigen beiden Landgrenzen der EU mit Afrika. Die Gebiete sind deshalb regelmäßig Ziel von Menschen, die sich ein besseres Leben in Europa erhoffen.
Bundesinnenminister Dobrindt bekräftigte angesichts der Geschehnisse, dass er die deutschen Kontrollen an den Grenzen zu den Nachbarländern über den September hinaus beibehalten wolle. "Unsere Erfolge beim Zurückdrängen der illegalen Migration müssen erhalten und weiter ausgebaut werden", erklärte er. EU-Innenkommissar Magnus Brunner hatte Mitte Juli ein Ende der Grenzkontrollen im Schengenraum gefordert.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) erklärte, der Schutz der europäischen Außengrenzen sei "von überragender Bedeutung für die Europäische Union, um illegale Migration in Schach zu halten". Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begrüßte "die spanische Absicht, die illegalen Migranten nicht auf den europäischen Kontinent zu lassen." Linken-Fraktionsvize Clara Bünger sprach sich gegen "noch mehr Abschottung" aus und forderte, Deutschland müsse Migranten aus Ceuta aufnehmen.
Italien setzte das Schengen-Abkommen mit Spanien am Freitag vorerst aus. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, die für ihren harten Kurs in der Ausländerpolitik bekannt ist, rief die EU zur Prüfung aller Optionen auf, "einschließlich einer Aussetzung der Schengen-Zusammenarbeit". Frankreich kündigte verstärkte Kontrollen an der Grenze zu Spanien an. Die Zahl der Sicherheitskräfte solle dort am Samstag verfünffacht werden, teilte Innenminister Laurent Nuñez mit. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete den Ansturm auf die Grenzanlagen in Ceuta als "inakzeptabel".
US-Präsident Trump verglich die Ankunft der Migranten in Ceuta mit einer "Invasion" und sprach von einer "Katastrophe". Er leitete daraus eine Warnung für die US-Kongresswahlen am 3. November ab: "Dasselbe wird bei uns passieren, wenn die Republikaner nicht gewählt werden – nur noch schlimmer, in noch größerem Ausmaß."
Trump sieht die USA einer "Invasion" aus Lateinamerika ausgesetzt. Er hatte ein Kriegsgesetz von 1798 reaktiviert, um Migranten massenhaft zu inhaftieren und abzuschieben. Zudem baute er Anlagen an der Grenze zu Mexiko aus. Vor den Zwischenwahlen zum Kongress in gut drei Monaten liegen Trumps Republikaner in Umfragen hinter den Demokraten.
Trump hatte den Nato-Partner Spanien wiederholt für seine mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg kritisiert und drohte dem Land mit Strafzöllen. Dagegen näherte sich Trumps Regierung Marokko an.
P.L.Madureira--PC