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Nordkorea will wegen Aufrüstung Japans "zusätzliche militärische Optionen" schaffen
Nach der Bekanntgabe japanischer Pläne für einen Ausbau der Armee will Nordkorea nach eigenen Angaben "zusätzliche militärische Optionen" schaffen. Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, warf Japan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA vom Mittwoch die "Verwandlung in einen Kriegsstaat" vor. "Wir werden niemals ein passiver Zuschauer der militärischen Entwicklung Japans bleiben, die eine ernste Bedrohung darstellen könnte", erklärte sie demnach.
Die japanische Regierung sieht angesichts der wachsenden militärischen Aktivitäten Nordkoreas, Chinas und Russlands dringenden Bedarf für einen weiteren Ausbau seiner Streitkräfte. Es sei "unerlässlich", Japans Verteidigungsfähigkeiten mit einem stärkeren "Gefühl der Dringlichkeit und Krise als je zuvor" auszubauen und umzustrukturieren, hatte Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi in einem am Dienstag veröffentlichten jährlichen Verteidigungsweißbuch erklärt.
Japan hat bereits seine Verteidigungsausgaben erhöht, Raketen auf abgelegenen Inseln stationiert und Fähigkeiten für Gegenangriffe aufgebaut. Im April lockerte Tokio zudem seine selbst auferlegten Beschränkungen für Waffenexporte erheblich.
P.Queiroz--PC