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Nordkorea feuert zwei weitere ballistischen Rakete ab
Nordkorea hat in der Nacht zum Sonntag zwei weitere ballistische Raketen abgefeuert. Die Raketen wurden vom Südosten des Landes in Richtung Meer abgeschossen, wie der südkoreanische Generalstab laut der Nachrichtenagentur Yonhap mitteilte. Der siebte und achte Raketenstart binnen zwei Wochen erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen wegen US-geführter Militärübungen in der Region.
"Während wir unsere Überwachung und Wachsamkeit stärken, behält unser Militär seine ständige Bereitschaft in enger Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten bei", erklärte der südkoreanische Generalstab laut Yonhap.
Die Raketen wurden in Richtung des Ostmeers, das als auch Japanisches Meer bekannt ist, abgefeuert. Das Büro des japanischen Ministerpräsidenten bestätigte laut der Nachrichtenagentur Kyodo den erneuten Abschuss mindestens einer nordkoreanischen Rakete. Demnach fiel sie außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszone Japans ins Meer. Der japanischen Küstenwache lägen bislang keine Berichte über Schäden an japanischen Schiffen vor, berichtete der nationale Rundfunksender NHK.
Am Dienstag hatte Pjöngjang erstmals seit fünf Jahren eine Mittelstrecken-Rakete über Japan hinweg abgefeuert. Die Regierung in Tokio hatte ihre Bürger in zwei nördlichen Regionen aufgerufen, in Gebäuden oder Kellern Schutz zu suchen. Der Test löste international Empörung aus.
Am Donnerstag feuerte Nordkorea zwei ballistische Kurzstreckenraketen ab, während Seoul, Tokio und Washington als Reaktion auf den Mittelstreckenraketen-Test gemeinsame Manöver abhielten. Die USA schickten zu diesem Zweck erneut den atomgetriebenen Flugzeugträger "USS Ronald Reagan" in die Region. Gemeinsame Militärübungen der USA und Südkoreas endeten laut Yonhap am Samstag.
Das Außenministerium in Pjöngjang verurteilte die Verlegung des Flugzeugträgers am Donnerstag als "ernste Bedrohung für die Stabilität der Lage auf der koreanischen Halbinsel". Seine jüngste Serie von Raketentests bezeichnete Nordkorea als legitime Antwort auf militärische Drohungen der USA.
Auf Drängen der Vereinigten Staaten befasste sich der UN-Sicherheitsrat Mitte der Woche mit Nordkoreas Raketentests. Pjöngjangs Verbündeter China warf Washington dabei vor, die nordkoreanischen Raketentests provoziert zu haben. Der Westen dringt schon seit Monaten auf stärkere Sanktionen gegen das kommunistisch beherrschte Nordkorea. Russland und China verhindern das jedoch.
Im September hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un den Status seines Landes als Atommacht als "irreversibel" eingesturft und damit die Möglichkeit von Gesprächen über eine Denuklearisierung ausgeschlossen.
F.Cardoso--PC