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Verbesserung des Merckx-Rekords für Cavendish "eine Zahl"
Der britische Sprinterstar Mark Cavendish spürt für die kommende Tour de France (1. bis 23. Juli) wegen seiner Chance auf den alleinigen Siegrekord keinen besonderen Druck. "Es ist nur eine Zahl. Man kann sich leicht Zahlen und Statistiken anschauen, und viele Leute machen das, aber ich mache das nicht. Es würde mein Leben nicht verändern", sagte der neue Star des Astana-Teams in einem Interview mit der Gazzetta dello Sport.
Cavendish hält mit 34 Etappensiegen bei der Frankreich-Rundfahrt zusammen mit Belgiens Radsport-Ikone Eddy Merckx die Bestmarke für die meisten Tageserfolge. Seinen ersten Etappensieg feierte der 37-Jährige vor 15 Jahren, zum bislang letzten Mal rollte Cavendish 2021 am Ende eines Teilstücks als Erster über den Zielstrich.
Trotz seines fortgeschrittenen Alters - bei der Tour geht der 161-malige Gewinner eines Rennens bereits als 38-Jähriger an den Start - brennt der ehemalige Straßen-Weltmeister aber unverändert vor Ehrgeiz. "So lange ich als Profi fahren und gewinnen kann, ist mein Ziel zu gewinnen", sagte Cavendish am Rande der laufenden Fernfahrt Tirreno-Adriatico in Italien: "Deswegen fahre ich auch nicht zur Tour, nur um noch einmal mehr zu gewinnen, sondern wieder so oft wie möglich."
Die historische Dimension schon nur eines weiteren Etappensieges bei der Grand Boucle hingegen hat für Cavendish, der außer bei der Tour auch beim Giro d'Italia und der Vuelta in Spanien die Trikots der besten Sprinter gewann, eher untergeordnete Bedeutung: "Ich wollte mir von Anfang an in meiner Karriere einen Platz in einem Buch der größten Fahrer aller Zeiten verdienen. Das will ich immer noch, aber es kümmert mich nicht, an welcher Stelle."
Für einen Vergleich seiner Leistungen mit den Erfolgen von Merckx und anderen früheren Radsport-Idolen würden Statistiken aus seiner Sicht ohnehin kaum taugen. "Man kann", sagte der Familienvater, "aus einer Zahl nicht ableiten, welcher Fahrer oder welche Generation besser gewesen sind."
C.Cassis--PC