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DHB-Spitze zieht EM-Fazit: "Wir wollen nach oben"
Der Deutsche Handballbund (DHB) hat nach dem letzten deutschen EM-Spiel ein gemischtes Turnierfazit gezogen. "Sorgen brauchen wir uns nicht machen. Wir müssen das Ding aber auch nicht umdrehen und euphorisch werden", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer am Dienstagabend im Anschluss an das 30:29 im letzten Hauptrundenspiel gegen Russland in Bratislava: "Wir werden weitere Schritte gehen müssen."
Die widrigen Umstände mit 15 Corona-Ausfällen während des deutschen Turnieraufenthalts in der Slowakei schloss die Verbandsspitze in ihre Bewertung ein. Zugleich will der DHB diese aber nicht als Alibi nutzen.
"Auf Platz sieben oder acht wollen wir nicht bleiben, wir wollen nach oben. Wir müssen aber akzeptieren, dass da andere auch drum kämpfen. Deshalb werden wir mit Akribie und Fleiß an diesen Themen arbeiten", sagte der 45-jährige Kromer. Das verbleibende Jahrzehnt, so der Verbandssportchef, biete mit der Heim-EM 2024, Olympia in Paris im selben Jahr sowie der Heim-WM 2027 "tolle Perspektiven, die uns stark machen sollten".
Durch den Achtungserfolg gegen die Russen beendete Deutschland seine Gruppe als Vierter (4:6 Punkte). Das Halbfinale war schon vor dem Russland-Spiel nicht mehr zu erreichen gewesen. Ob das DHB-Team die unter Extrembedingungen ausgetragene Europameisterschaft auf dem siebten oder achten Platz beenden wird, hängt von den Ergebnissen der am Mittwochabend spielenden Hauptrundengruppe 1 ab.
Angesichts der vielen Infektionen während der EM reise die deutsche Delegation "auch mit Erleichterung nach Hause", bekräftigte Kromer und sprach von einem "Riesenaufwand" für alle DHB-Akteure vor Ort. Nach dem versöhnlichen Abschluss gegen Russland fiel auch bei ihm persönlich "eine unglaubliche Last von den Schultern" ab: "Ich habe mir diesen Sieg so gnadenlos für die Jungs gewünscht. Das haben sie sich so verdient."
Bundestrainer Alfred Gislason wollte der Top-Funktionär nicht explizit hervorheben, sondern das gesamte Team. "Ich will Alfred weder rausheben noch abstufen. Es war eine Leistung von allen, die ihresgleichen sucht", sagte Kromer. Der 62 Jahre alte Isländer habe die schwierigen Situationen "toll gelöst".
G.Teles--PC