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St. Pauli: Trainer Blessin lässt Zukunft offen
Nach dem geschafften Klassenerhalt hat Trainer Alexander Blessin (51) seine Zukunft beim FC St. Pauli offen gelassen. Er fühle sich bei den Kiezkickern "sauwohl" und habe einen Vertrag, aber was "ich jetzt nicht machen werde, ist, dass ich irgendwas versprechen werde, weil wir alle wissen, wie es im Fußball ist", sagte Blessin nach dem 0:2 (0:1) im Saisonfinale gegen den VfL Bochum: "Ich brauche einfach mal so zehn, 14 Tage, um runterzukommen, weil es schon sehr, sehr stressig war." Zudem verwies Blessin auf seine familiäre Situation.
"Es spricht momentan überhaupt nichts dagegen", dass er auf St. Pauli bleibe, betonte Blessin, der die Hamburger zum erst vierten Bundesliga-Klassenerhalt in der Vereinsgeschichte geführt hat und damit das Interesse von finanzstärkeren Klubs geweckt haben soll. In dieser Situation Versprechungen abzugeben, sei allerdings "nicht fair". Unter anderem wird der Coach mit dem VfL Wolfsburg in Verbindung gebracht.
Sportchef Andreas Bornemann geht davon aus, dass St. Pauli mit Blessin auch in die nächste Saison gehen wird. "Ich habe keine anderen Informationen", sagte der Manager bei Sky: "Wir haben ein sehr vertrauensvolles Verhältnis in der Frage, so dass ich mir ganz sicher bin, dass ich frühzeitig erfahren hätte, wenn es in irgendeiner Form andere Gedanken gibt."
Blessin war vor der Saison aus Belgien von Union Saint-Gilloise zum FC St. Pauli gewechselt und hatte das schwierige Erbe von Aufstiegstrainer Fabian Hürzeler angetreten. Blessins offizielle Vertragsdauer hat der FC St. Pauli nie bekannt gegeben, der Kontrakt soll aber bis 2027 laufen.
Als krasser Außenseiter in die Saison gestartet, haben die Hamburger den Klassenerhalt als Tabellen-14. recht souverän gemeistert. "Die Mannschaft, der Verein, das Umfeld, die Fans können wirklich stolz auf das Erreichte sein", sagte Blessin: "Wir haben heute verdient verloren, genauso verdient sind wir in der Liga geblieben."
A.Motta--PC