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Funkel als Kölner Dauerlösung? "Macht die Schatulle auf"
Friedhelm Funkels Haare waren noch nicht vollständig vom Kölsch getrocknet, als sich der "Retter" auf Zeit als Dauerlösung beim 1. FC Köln ins Gespräch brachte. "Ich bin für alles offen", sagte der 71-Jährige im Hinblick auf die ab Sommer unbesetzte Trainerstelle beim Zweitliga-Meister. "Ich fühle mich stark genug, ich bin fit und habe einen unglaublich guten Trainerstab. Es spricht nichts dagegen." Dies sei allerdings "nicht meine Entscheidung".
Das deutlichste Plädoyer hielt sein Trainerkollege Torsten Lieberknecht. "Der ist topfit, da ist kein Gramm Fett dran, er kann feiern wie ein Biest. Von daher kann ich dem 1. FC Köln nur den Rat geben: Macht die Schatulle auf und haltet ihn hier in Köln", sagte der Trainer des 1. FC Kaiserslautern.
Funkel, der beim 4:0 (2:0) gegen die Roten Teufel seinen rekordträchtigen siebten Aufstieg als Trainer perfekt gemacht hatte, war beim FC für die Mission Wiederaufstieg verpflichtet worden. Als Nachfolger des entlassenen Gerhard Struber holte Funkel zwei Siege aus zwei Spielen.
Die zwei Wochen hätten ihm in seiner dritten Amtszeit "wahnsinnig viel Spaß gemacht", sagte Funkel. "Wir sind so verblieben, dass wir uns nach dem letzten Spieltag mal zusammensetzen und über mögliche Konstellationen nachdenken werden." Seinem Vorgänger dankte er würdevoll. "Ich war nur zwei Spiele hier, war vielleicht nicht ganz unwichtig, aber den größeren Anteil am Aufstieg trägt er", sagte Funkel.
Schon am Tag nach den Feierlichkeiten fällt am Geißbockheim der Startschuss für die Planungen für die anstehende Rückkehr in die Bundesliga. Man wolle "hart arbeiten", betonte Präsident Werner Wolf.
Neben Funkel ist auch die Zukunft von Thomas Kessler offen. Der 39-Jährige hatte nach dem Doppel-Aus von Struber und Sport-Geschäftsführer Christian Keller interimsweise die sportliche Verantwortung übernommen. "Ich bin dafür bereit", sagte Kessler nun mit Blick auf die kommende Saison.
T.Resende--PC