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Bahnrad-WM: Friedrich verpasst Medaille im Keirin-Finale
Lea Sophie Friedrich drückte die letzten Kraftreserven in die Pedale, dann rollte sie mit hängendem Kopf über das Holzoval. Die erfolgsverwöhnte deutsche Top-Sprinterin hat bei den Bahnrad-Weltmeisterschaften in Santiago de Chile einen versöhnlichen Abschluss verpasst.
Die 25-Jährige musste sich am Sonntag im Finale des Keirin-Wettbewerbs mit dem sechsten Platz begnügen und verlässt die Titelkämpfe in Südamerika ohne Edelmetall. Die zweite deutsche Starterin Alessa Pröpster war zuvor in der Hoffnungsrunde ausgeschieden.
Die achtmalige Weltmeisterin Friedrich, die 2021 und 2022 WM-Gold im Keirin gewann, hatte auch in den anderen Teildisziplinen vergeblich um eine Podestplatzierung gekämpft. Am Samstag war sie im Zeitfahren über einen Kilometer undankbare Vierte geworden, zuvor auch im Teamsprint sowie im Sprint leer ausgegangen.
"Ich würde lügen, wenn ich jetzt sage, dass der vierte Platz nicht weh tut", hatte sie nach dem Zeitfahren gesagt: "Aber so ist es. Ich habe noch Keirin, darauf will ich mich konzentrieren."
Das tat sie zunächst mit Bravour. Friedrich gab sich auf dem Weg ins Finale der besten sechs keine Blöße. Dort startete Friedrich an dritter Position, schob sich nach vorn, wurde dann aber schnell durchgereicht und griff nicht mehr in die Entscheidung ein. Gold sicherte die japanische Titelverteidigerin Mina Sato.
Im Punktefahren belegte Lea Lin Teutenberg mit 51 Zählern den sechsten Platz. Die Kölnerin quälte sich im Finale zu einem späten Rundengewinn, der sie im Klassement nach vorn schob. Das Podest um die siegreiche Mexikanerin Yareli Acevedo (63) war aber außer Reichweite. Im Ausscheidungsfahren der Männer fuhr Max Briese auf einen starken fünften Rang.
R.J.Fidalgo--PC