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Nagelsmann setzt auf familiäres Flair im DFB-Team
Für Julian Nagelsmann hängt der Erfolg der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM nicht allein von sportlichen Faktoren ab. Sein Team müsse "am Ende schon eine Art Familie sein. Jeder muss sich seiner Rolle bewusst sein. Jeder muss die Qualitäten haben, sich einzugliedern", sagte der Bundestrainer bei DFB.TV.
Bei der Auswahl seines 26er-Kaders für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) habe zwar zunächst der Fokus auf Spielern gelegen, die "sportlich in der Lage sind, uns einen Mehrwert zu bieten". Dazu sei aber "entscheidend, dass du auch ein bisschen guckst: Wie hat die Gruppe in den letzten zweieinhalb, drei Jahren funktioniert? Wer hat gut zusammengepasst?", sagte Nagelsmann.
Der 38-Jährige legte bei der Kaderzusammenstellung nach eigener Aussage auch Kriterien abseits der sportlichen Qualität zugrunde. "Wer bleibt beim Abendessen auch mal ein bisschen länger sitzen und geht nicht direkt aufs Zimmer? Wer kann sich vielleicht auch unterhalten und entwickelt so ein Gen, für den Nebenmann alles zu geben?", sagte Nagelsmann. Bei einer langen WM seien "Soft-Skill-Faktoren" auch ein wichtiger Punkt, "damit die Gruppe gut zueinanderfindet und vielleicht den einen Tick mehr marschiert als die eine oder andere Nation".
Die DFB-Auswahl startet am Mittwoch in Herzogenaurach in die WM-Vorbereitung. Nach dem Länderspiel am 31. Mai in Mainz gegen Finnland geht es in die USA, wo am 6. Juni in Chicago gegen den Co-Gastgeber die Generalprobe steigt. Gegner beim Turnierauftakt am 14. Juni in Houston ist Außenseiter Curacao. Danach geht es in Gruppe E noch gegen die Elfenbeinküste (20. Juni/Toronto) und Ecuador (25. Juni/East Rutherford).
A.Santos--PC