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"Mal einen saufen gehen"? Mit Kimmich eher nicht
An seinem freien Tag bat Joshua Kimmich die Journalisten scherzhaft um Freizeittipps für den Abend - mehr als die Empfehlung für ein indisches Restaurant in der Nähe kam dabei aber nicht herum. Ohnehin denkt der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft schon einige Tage weiter: Er sprach unterhaltsam über das Geheimnis des Teambuildings, und er warnte vor dem nächsten WM-Gegner Elfenbeinküste und vor Bundesliga-Star Yan Diomande im Besonderen.
"Er hat eine brutale Entwicklung genommen, den hat vor einem Jahr kaum jemand gekannt. Er hat eine überragende Saison gespielt, obwohl RB Leipzig ein paar Probleme hatte", sagte Kimmich vor dem zweiten Gruppenspiel am Samstag (22.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) in der kanadischen Metropole Toronto. "Er hat sehr spektakuläre Leistungen gezeigt, seine Dribblings sind außergewöhnlich, ein bisschen wie früher Kingsley Coman. Ein sehr, sehr guter Spieler."
Nach dem berauschenden 7:1 gegen Curacao zum Start erwartet der Bayern-Profi von der Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) und dem dritten Gegner Ecuador deutlich mehr Gegenwehr. "Wir haben ihr Spiel (1:0 für die Elfenbeinküste, d. Red.) nicht gesehen, weil wir im Flugzeug waren. Aber beide Mannschaften sind physisch sehr stark", sagte Kimmich. "Ecuador verteidigt sehr gut, die Elfenbeinküste hat spektakuläre Spieler in der Offensive. Aber wir haben die Stärken, um beiden Teams wehzutun."
Die Mannschaft entwickle einen guten Teamgeist, berichtete Kimmich: "Wir sind auf einem guten Weg, eine Familie zu werden." Viele Experten sagten, "sie waren früher mal zusammen einen saufen, dann war danach alles super. Daran glaube ich nicht. Das gute Gefühl entsteht auf dem Platz. Aber wenn du auf dem Platz zusammen alles reinhaust, kannst du das schon verstärken, indem du abends mal ein stilles Wasser zusammen trinkst."
Am Mittwoch nimmt die Nationalmannschaft nach dem freien Dienstag die Vorbereitung auf ihr zweites WM-Spiel auf. Am Freitagmorgen Ortszeit wird sie das Abschlusstraining noch in Winston-Salem absolvieren und dann nach Kanada fliegen.
E.Paulino--PC