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Díaz überragt: Kolumbien schlägt WM-Neuling Usbekistan
Ein starker Luis Díaz hat dem tapferen WM-Neuling Usbekistan das Debüt auf der weltgrößten Fußball-Bühne verdorben. Der Bayern-Angreifer führte Kolumbien mit einem Tor und einer Vorlage zum verdienten 3:1 (1:0)-Auftaktsieg gegen die Mannschaft von Trainer Fabio Cannavaro und verhinderte eine dicke Überraschung. Für ein erfolgreiches Turnier müssen sich die ambitionierten Kolumbianer aber noch steigern.
Der auffällige Díaz (66.) und Jaminton Campaz (90.+9) trafen im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt zum Sieg für den WM-Viertelfinalisten von 2014, der in Gruppe K die Tabellenführung übernahm. Zuvor hatte Abbosbek Faysullajew (61.) die kolumbianische Führung durch Daniel Munoz (41.) ausgeglichen und für das erste WM-Tor seines Landes gesorgt. Die "Weißen Wölfe" sind der erste Teilnehmer aus Zentralasien in der WM-Geschichte. Die weiteren Gruppengegner Portugal und DR Kongo hatten sich zuvor 1:1 getrennt.
Vor seiner ersten WM als Trainer hatte sich Cannavaro (52) optimistisch gezeigt. Sein Team könne den einen oder anderen "überraschen", betonte der italienische Weltmeisterkapitän von 2006. Die Usbeken sind laut ihres Trainers harte Kämpfer und unbequeme Gegenspieler - und das bekamen die Kolumbianer von Beginn an zu spüren.
Das Stadion war klar in kolumbianischer Hand, die Usbeken standen tief und kompakt. Bei Kolumbien ordnete James Rodríguez, WM-Torschützenkönig vor zwölf Jahren in Brasilien, das Spiel. Die klar überlegenen Kolumbianer fanden zunächst keine Lösungen gegen die dichten Abwehrreihen des Außenseiters, Jhon Arias (17.) setzte einen Abschluss aus 18 Metern ans Außennetz. Die Kolumbianer wurden stärker, Díaz traf nach einem schönen Steilpass von Arias den Pfosten (31.). Auf Vorlage des Münchners sorgte Munoz dann artistisch für die verdiente Führung.
Nach dem Seitenwechsel wurden die Usbeken aktiver, wirklich gefährlich wurde es vor dem kolumbianischen Tor zunächst aber nicht. Die Partie verflachte zunächst - doch dann wurde es turbulent: Erst traf Faysullajew aus dem Nichts zum umjubelten Ausgleich für Usbekistan, dann zeigte Díaz seine Klasse und brachte sein Team auf Vorlage des früheren Leverkuseners Gustavo Puerta wieder auf die Siegerstraße. Die Kolumbianer verwalteten die Führung lange clever, mussten in der Nachspielzeit aber noch einmal zittern.
A.Santos--PC