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Neue Regel greift: Rot für Almiron nach Zuhalten des Mundes
Aussetzer mit Folgen: Paraguays Miguel Almiron hat sich bei der Fußball-WM bei einer Auseinandersetzung mit Mert Müldür aus der Türkei den Mund zugehalten und dafür die Rote Karte gesehen. Die neue Regel, die das International Football Association Board (IFAB) im April für die Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada beschlossen hatte, griff damit am Freitagabend (Ortszeit) in Santa Clara erstmals: Ein solches Vergehen soll fortan immer mit einem Platzverweis bestraft werden.
Für diese Art der Bestrafung hatte sich FIFA-Präsident Gianni Infantino im Frühjahr höchstpersönlich eingesetzt. Auslöser für die Einführung der neuen Regel war die Aufregung um Gianluca Prestianni von Benfica Lissabon, der Vinicius Junior von Real Madrid im Playoff-Duell der Champions League rassistisch beleidigt haben soll und sich dabei das Trikot vor den Mund gezogen hatte.
"Es muss vermutet werden, dass ein Spieler etwas gesagt hat, das er nicht hätte sagen dürfen - sonst hätte er seinen Mund nicht bedecken müssen", sagte Infantino damals. Eine Hinausstellung sei eine Maßnahme, "die wir ergreifen müssen, wenn wir es mit unserem Kampf gegen Rassismus ernst meinen".
Bei der Partie zwischen Paraguay und der Türkei wies der Videoassistent Schiedsrichter Iván Barton aus El Salvador auf die Unsportlichkeit von Almiron hin. Der Mittelfeldspieler flog daraufhin in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit beim Stand von 1:0 für sein Team vom Platz.
S.Caetano--PC