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Nächste Haaland-Gala: Norwegen erreicht die K.o.-Runde
Die Wikinger "rudern" einfach weiter: Erling Haaland hat seine Norweger fast im Alleingang vorzeitig in die K.o.-Runde geführt. Dank des nächsten Doppelpacks ihres Starstürmers gewannen die Skandinavier in East Rutherford mit 3:2 (1:0) gegen Senegal und dürfen nach dem zweiten Erfolg im zweiten WM-Spiel für die heiße Turnierphase planen.
Unter unfreiwilliger Mithilfe des Gegners traf Marcus Pedersen (43.) zur Führung. Haaland (48./58.) sorgte für klare Verhältnisse und sicherte dem Team von Trainer Stale Solbakken ein direktes Duell mit Frankreich um den Gruppensieg. Ismaila Sarr (53./90.+3) traf ebenfalls doppelt für die Senegalesen, die gegen den Irak unbedingt einen Erfolg benötigen, um die Chance auf das Weiterkommen als Gruppendritter zu wahren.
Die Norweger begannen druckvoll: Kristoffer Ajer scheiterte per Kopf (3.), dazu schoss Martin Ödegaard (14.), über dessen Rolle nach einer Saison voller Verletzungen in der Heimat zuletzt diskutiert worden war, knapp drüber. Der Kapitän war es auch, der die beste Chance freistehend vergab (37.).
Erst ein folgenschwerer Fehlpass des Ex-Mainzers Moussa Niakhaté ebnete Norwegen den Weg: Pedersen, der früh für den angeschlagenen BVB-Profi Julian Ryerson gekommen war, blieb eiskalt. Haaland setzten die Skandinavier zunächst zu selten in Szene. Kurz vor der Pause wurde der Torjäger eher zufällig gefährlich: Nach einem Patzer des starken Édouard Mendy traf er den Pfosten, sein Kopfball war kurz darauf kein Problem für Senegals Torhüter (45.+4).
Dafür erhöhte der Torjäger, der schon bei seinem WM-Debüt gegen den Irak (4:1) mit einem Doppelpack geglänzt hatte, früh in der zweiten Halbzeit nach einem perfekten Steckpass von Ödegaard. Die Fans feierten dies mit ihrem "Viking Row", der an den Tagen zuvor bereits am Times Square oder sogar im norwegischen Parlament zu sehen gewesen war.
Um Senegals Team war im Vorfeld Unruhe aufgekommen - wegen angeblich ausstehender Prämien vom Afrika Cup, des Essens im Hotel und des Vertrags von Trainer Pape Thiaw. Trotz eines weitgehend dürftigen Auftritts fanden die Afrikaner eine schnelle Antwort durch Sarr. Die wiederum konterte einmal mehr Haaland, als er einen Ball aus der Luft artistisch ins Tor schob. Keeper Mendy verletzte sich bei dem Treffer und musste ausgewechselt werden. Sarr machte es in der Nachspielzeit noch einmal spannend.
R.J.Fidalgo--PC