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WM-Wunder wird wahr: Kap Verde erreicht K.o.-Runde
Das Märchen geht weiter: Kap Verde hat bei der Fußball-WM sensationell die K.o.-Runde erreicht. Das 0:0 gegen Saudi-Arabien in Houston reichte dem drittkleinsten WM-Teilnehmer der Geschichte, um mit dem dritten Remis im dritten Spiel als Zweiter der Gruppe H ins Sechzehntelfinale einzuziehen. Dort wartet in der Nacht auf den 4. Juli (0.00 Uhr MESZ) in Miami niemand Geringeres als Weltmeister Argentinien um Superstar Lionel Messi.
Erstmals seit der WM 2006 (damals Ukraine und Ghana) erreichte damit ein Neuling die K.o.-Runde. Und das zwar ohne Sieg, aber eben auch ungeschlagen. Saudi-Arabien muss mit zwei Punkten als Tabellenletzter die Heimreise antreten.
Die Ausgangslage war klar: Nach den Sensationspunkten gegen die Ex-Weltmeister Spanien (0:0) und Uruguay (2:2) reichte Kap Verde ein Sieg sicher für das Weiterkommen, bei einem Remis waren die "Blauen Haie" auf das Parallelspiel Spanien gegen Uruguay angewiesen. "Wir sind stolz, dass wir so weit gekommen sind. Es ist möglich", sagte Trainer Pedro Leitao Brito vor dem "Spiel unseres Lebens".
Aber auch Saudi-Arabien, umstrittener WM-Gastgeber 2034 und trainiert vom gebürtigen Frankfurter Georgios Donis, hatte nach dem Punktgewinn gegen Uruguay (1:1) zum Auftakt mit einem Dreier noch beste Chancen aufs Weiterkommen. Entsprechend nervös gingen es beide Teams an, die ersten Minuten waren geprägt von vielen Fouls, Ungenauigkeiten und wenig Torraumszenen. Ein erster Abschluss der Saudis von Kapitän Salem Al-Dawsari wurde geblockt (18.), auf der Gegenseite scheiterte Willy Semedo am Außennetz (22.). Hassan Al-Tambakti musste verletzt mit der Trage vom Feld (30.).
Auf den Tribünen herrschte ausgelassene Stimmung - besonders bei den kapverdischen Fans, als in der 43. Minute erst das 1:0 von Spanien und anschließend die Live-Tabelle über die Videoleinwände eingeblendet wurde. Torwartheld Vozinha musste erst in der Nachspielzeit bei einem Kopfball von Al-Dawsari erstmals zupacken (45.+2).
Nach dem Seitenwechsel spielte vor allem der Inselstaat, der zu den deutlich besseren Chancen kam. Kevin Pina, der gegen Uruguay das erste WM-Tor des Underdogs erzielt hatte, setzte einen Schuss aus der Distanz nur knapp über das linke Kreuzeck (50.). Laros Duarte (75.) ließ freistehend dazu die beste Möglichkeit des Außenseiters auf die Führung liegen. So blieb es spannend.
L.Carrico--PC